Am Sonntag fand die 16. Int. Oberösterreich Rundfahrt in Aigen-Schlägl ihren krönenden Abschluss. Diese Königsetappe, die sich über stolze 170 Kilometer zog und die Fahrer mit 3.160 Höhenmetern ordentlich ins Schwitzen brachte, war ein echtes Highlight für den heimischen Radsport.
Die Truppe des Steyrer Teams Hrinkow Advarics konnte sich dabei hervorragend präsentieren. Riccardo Zoidl, der sich nach dieser Saison von der Profi-Radsportszene verabschieden wird, sicherte sich das Trikot des besten Österreichers und belegte im Gesamtklassement den neunten Platz. Richard Riska brachte sich mit einem zehnten Platz ebenfalls in die Top Ten und machte damit die beiden Hrinkow-Fahrer zu den einzigen österreichischen Vertretern in dieser Elitegruppe. Teammanager Dominik Hrinkow war sichtlich zufrieden – besonders mit Riska, dessen Leistung er besonders lobte.
Ein packendes Renngeschehen
Doch wie kam es zu diesen Ergebnissen? Zoidl hatte vor dem Rennen bereits ein hartes Duell vorausgesagt, und das sollte sich bewahrheiten. Im ersten Drittel des Rennens bildete sich eine 15-köpfige Spitzengruppe, die sich mit bis zu 5:30 Minuten Vorsprung vom Hauptfeld absetzte. Zu den Fahrern dieser Gruppe zählten unter anderem Otto von Zanden (Azerion/Villa Valkenburg) und Larry Valvasori (Team Luxemburg). Vor der letzten Bergwertung, 16 Kilometer vor dem Ziel, kam es dann zum großen Aufeinandertreffen – die Spitzengruppe wurde vom Hauptfeld eingeholt.
Den Tagessieg sicherte sich Dominik Röber von Team Vorarlberg, der nach 4:14:11 Stunden die Ziellinie überquerte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Jan Michal Jackowiak und Kasper Borremans, beide von Bahrain Victorious Development Team. Der Gesamtsieg ging jedoch an Henrique Bravo vom Soudal Quick-Step Devo Team, der das Gelbe Trikot schon von der ersten Etappe bis zum Finale verteidigte. Er beendete die letzte Etappe mit einem starken fünften Platz.
Ein Blick in die Zukunft
Eines ist klar: Hrinkow Advarics gönnt sich keine Verschnaufpause. Die nächste internationale Herausforderung steht bereits vor der Tür – die 64. Tour of Malopolska (UCI 2.2) beginnt am 11. Juni. Und schon bald darauf folgen die nationalen Meisterschaften sowie die 4-Länder-Meisterschaft der U23, bevor es im Juli zur Tour of Austria (UCI 2.1) geht. Die Radsport-Community in Österreich steht also vor spannenden Zeiten!
Der Österreichische Radsport-Verband (ÖRV), der 1949 gegründet wurde und aus neun Landessportverbänden besteht, spielt dabei eine zentrale Rolle. Er ist nicht nur Mitglied im Weltradsportverband UCI, sondern unterhält auch elf Sparten, die von Straßenradsport über Mountainbike bis hin zu BMX reichen. Jährlich finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die dem Radsport in Österreich einen besonderen Stellenwert verleihen. Im Jahr 2023 trat der ÖRV einer U23-Vereinigung bei, die mit der Schweiz, Luxemburg und Deutschland kooperiert. Und so wird der Radsport auch in Zukunft in Österreich großgeschrieben, mit vielen Talenten, die darauf brennen, die Straßen unsicher zu machen.