Im Herzen von Steyr, wo die Geschichte der Automobilproduktion tief verwurzelt ist, hat das BMW Werk einen entscheidenden Schritt in die Zukunft gemacht. Seit Montag läuft dort die Produktion von Elektroantrieben im Zweischichtbetrieb. Und das mit einer beeindruckenden Kapazität von über 4.000 E-Motoren pro Woche! Harald Gottsche, der Leiter des Werks, bezeichnet diesen Moment als einen wichtigen Meilenstein. Es ist nicht nur ein weiterer Schritt für BMW, sondern auch ein starkes Signal für die gesamte Region.

Die steigende Produktionsleistung kommt genau zur richtigen Zeit, denn BMW bringt mit der Neuen Klasse frischen Wind in die Automobilwelt. Die ersten beiden Modelle, der vollelektrische BMW iX3 und der BMW i3, werden mit E-Antrieben aus Steyr ausgestattet. Übrigens wird die Produktion von E-Motoren von rund 8.500 Einheiten im Jahr 2025 auf über 100.000 Einheiten im Jahr 2026 hochgefahren. So gewinnt das Werk Steyr an Bedeutung als führender Standort für Elektromobilität.

Ein Blick hinter die Kulissen

Die Produktion basiert auf einem hochmodernen, modularen Konzept. Dabei werden Kernkomponenten wie Rotor, Stator, Getriebe und Inverter direkt im Werk gefertigt. Die Montage läuft auf zwei neuen Bändern, und für die Mitarbeiter ist es eine ganz neue Herausforderung. Rund 1.000 Personen werden schon bald in der neuen E-Motoren-Montage tätig sein, mit dem Ziel, bis 2030 eventuell sogar die Hälfte der Belegschaft auf E-Mobilität umzustellen – je nach globaler Nachfrage versteht sich.

Eine weitere spannende Entwicklung ist, dass die BMW Group von 2022 bis 2030 über eine Milliarde Euro in den Ausbau der Produktionskompetenz für E-Antriebe in Steyr investiert. Das Werk bleibt damit auch weiterhin der führende Antriebsstandort der BMW Group. Es hat schließlich über 40 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von Verbrennungsmotoren für BMW und Mini gesammelt. Ganz schön beeindruckend!

Technologische Innovationen

Bei der neuen E-Motoren-Generation handelt es sich um die sechste Generation des BMW eDrive, die erste vollelektrische Antriebstechnologie, die in Steyr gefertigt wird. Der neue E-Motor ist auf eine 800-Volt-Architektur ausgelegt – das verbessert sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Effizienz. Und das Beste: Im Vergleich zum Vorgänger, dem Gen5 E-Motor, wurden Energieverluste um 40% gesenkt, die Kosten um 20% reduziert und das Gewicht um 10% verringert. Das bringt eine Effizienzsteigerung von bis zu 20% im Gesamtfahrzeug. Da bleibt einem doch die Spucke weg!

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Die Aluminiumgehäuse der E-Motoren werden in der Aluminium-Gießerei des Werkes in Landshut gefertigt und nach Steyr zur weiteren Verarbeitung transportiert. Diese perfekte Synergie zwischen den Werken ist ein weiterer Beweis dafür, wie gut die BMW Group aufgestellt ist und wie sie auch in Zukunft die Automobilindustrie prägen will.

Die Zukunft im Blick

Parallel zur zweiten Schicht auf Montagelinie 5 wurde bereits im April die zweite Produktionslinie für E-Antriebe ins Leben gerufen. Diese Linie wird mit einer Investition von rund 500 Millionen Euro aufgebaut und soll die Produktionskapazität und Flexibilität für Antriebsvarianten erhöhen. Die Vorserienproduktion der ersten Linie startet im Spätsommer 2025, während die Serienproduktion der zweiten Linie im April 2026 beginnen soll. Mit über 200 Automatikstationen und 100 manuellen Arbeitsstationen wird das Werk bestens gerüstet sein, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Das BMW Werk in Steyr ist also nicht nur ein Ort der Tradition, sondern auch ein Knotenpunkt für Innovation und Zukunft. Die E-Motorenproduktion spielt eine Schlüsselrolle in der Elektrifizierung der BMW Fahrzeugflotte und sichert die Zukunft des Standorts. Für die Mitarbeiter und die Region ist das ein Grund zur Freude und ein spannendes Kapitel in der Geschichte der Automobilindustrie. Man darf gespannt sein, was die nächsten Jahre bringen werden – die Zeichen stehen auf grün!

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