Ein tragischer Vorfall hat die idyllische Natur Bosnien-Herzegowinas überschattet. Am Montag, den 22. April 2026, verlor eine 65-jährige österreichische Staatsbürgerin ihr Leben bei einem Kajakunfall auf dem Fluss Tara in der Nähe von Foča. Der Fluss, bekannt für seine beeindruckende Schlucht, die bis zu 1.300 Meter tief ist, zieht viele Touristinnen und Touristen an, die dort Kajakfahren oder Rafting erleben möchten.

In der besagten Gruppe kam es zu einem Unfall, bei dem mehrere Kajaks kenterten. Während sich alle anderen Beteiligten aus dem Fluss retten konnten, wurde die 65-Jährige zunächst vermisst. Ihre Leiche wurde am Dienstag, etwa zwei Kilometer flussabwärts von Šćepan Polje, geborgen, wie der örtliche Rettungsdienst bestätigte. Am Montag herrschten starke Regenfälle, die den Wasserpegel des Flusses erheblich erhöhten und vermutlich zu dem Unglück beigetragen haben.

Sicherheit auf dem Wasser

Der Fluss Tara, auch als „Träne Europas“ bekannt, hat in den letzten 15 Jahren bereits drei tödliche Unfälle bei Kajak- und Raftingtouren in der Region zu verzeichnen. Besorgte Stimmen aus sozialen Medien thematisieren nun die Sicherheit beim Rafting auf dem Tara. Ein Vorfall, der am Sonntag passierte, als eine 53-jährige Litauerin beim Rafting etwa 15 Kilometer von Šćepan Polje entfernt ums Leben kam, wirft Fragen zur Ausbildung der Skipper auf. Janko Šćepanović, ein ehemaliger Skipper auf der Tara, kritisierte die Verwaltung des Durmitor-Nationalparks und die Ausbildung der Rafting-Skipper. Er behauptet, dass es unter den Skippern auch Nichtschwimmer gebe, die keine Standardrettungsverfahren kennen.

Die Verantwortlichen der Rafting-Agenturen betonen jedoch, dass alle Skipper gut ausgebildet und lizenziert sind. Toma Pajović, Direktor des Nationalparks, verteidigt die Empfehlung, Skipper aus Žabljak zu engagieren, basierend auf positiver Erfahrung. Er erklärt, dass die Vorschriften für Rafting-Touristen unabhängig von deren Herkunft gelten. Der Vorfall mit den Litauern ereignete sich zudem außerhalb der Grenzen des Durmitor-Nationalparks.

Ein Aufruf zur Achtsamkeit

Die tragischen Ereignisse auf dem Fluss Tara verdeutlichen die Notwendigkeit, die Sicherheit bei Wasseraktivitäten zu erhöhen. Miki Bulatović von „Vila Jelka“ hebt die Erfahrung und Ausbildung der Skipper in Kolašin hervor, während Goran Leković, Präsident des Sparrenverbandes „Triftar“, Šćepanovićs Kommentar als böswillig kritisiert. Es zeigt sich, dass bei der Auswahl der Anbieter und der Boote eine sorgfältige Abwägung getroffen werden muss. Zwei Tage vor dem Unglück hatten die Litauer bereits einen Unfall im oberen Teil des Flusses, was die Frage aufwirft, ob sie über die nötige Erfahrung verfügten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Angesichts der Unfallhäufigkeit und der tragischen Vorfälle ist es für alle Beteiligten von größter Bedeutung, die Sicherheitsstandards zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Weitere Informationen zur Sicherheit und zu den Angeboten für Kajakfahrten und Rafting auf dem Fluss Tara finden Sie unter Tara Tour.