Am 11. Juli 2026 war es wieder so weit: Der Pilgertag der Pfarre Ennstal zog viele Wanderfreunde und spirituell Suchende von nah und fern an. Die Wanderung, die von Weyer nach Gaflenz führte, versprach nicht nur körperliche Bewegung, sondern auch innere Reflexion. Für einige Teilnehmer begann der Tag bereits frühmorgens, als sie mit dem Zug in Kastenreith eintrafen. Um 9.30 Uhr versammelten sich dann alle bei der Marktkapelle in Weyer, wo der spirituelle Startpunkt gesetzt wurde.

Die Route führte zunächst am malerischen Reiterhof Edtbauer vorbei zur Pichlerkapelle. Dort gestaltete Cilli Aigner einen berührenden Impuls zum Thema „Gemeinsam.mit dir“. Es war eine kleine, aber feine Übung mit einem Seil, die die Teilnehmer näher zusammenbrachte. Man konnte förmlich spüren, wie die Gemeinschaft wuchs. Weiter ging es auf den Heiligenstein, wo Irene Riegler-Oberforster, die Pilgerseelsorgerin, den spirituellen Abschluss gestaltete. Der Sebaldusweg, ein Weg der Wertschätzung, wurde dabei thematisiert – ein echtes Highlight für alle, die sich auf diesen Weg gemacht hatten.

Die Stärkung an der Jausenstation

Nach all den Gedanken und Anstrengungen war eine kleine Stärkung mehr als willkommen. Bei der Jausenstation gab’s eine zünftige Jause, die nicht nur den Hunger stillte, sondern auch für ordentlich Gesprächsstoff sorgte. Es wurde gelacht, diskutiert und die Natur bewundert. Die Teilnehmer konnten sich austauschen und die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen.

Der Pilgertag endete mit gemeinsamen Stunden des Gehens, Nachdenkens und Austauschs – eine Art von Gemeinschaft, die man nicht oft erlebt. Alle waren sich einig, dass solch ein Tag nicht nur körperlich fordert, sondern auch die Seele nährt.

Der Sebaldusweg im Ennstal

Für alle, die diesen Tag besonders mochten und mehr über den Sebaldusweg erfahren möchten, sei gesagt: Dieser Pilgerweg erstreckt sich über 85 Kilometer im oberösterreichischen Ennstal, mit einer Höhendifferenz von 3.000 Metern. Aufgeteilt in vier Tage, kann man die Strecke in Etappen bewältigen – ideal für alle, die sich Zeit lassen wollen. Am ersten Tag führt der Weg 22 km nach Laussa über Losenstein, am zweiten Tag sind es 20 km nach Maria Neustift, gefolgt von weiteren 20 km nach Gaflenz am dritten Tag. Schließlich geht es am vierten Tag wieder zurück nach Großraming, wo die Wallfahrtskirche St. Sebald auf dem Heiligenstein wartet.

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Die Begegnungen entlang des Weges sind nicht zu unterschätzen: Mit sieben Kirchen, drei Wallfahrtskirchen und 30 Kapellen bietet der Weg zahlreiche Gelegenheiten für innere Einkehr und Wertschätzung. Sechs Stationen mit Denkanstößen laden dazu ein, über den Alltag nachzudenken. Wer mehr Informationen braucht, kann sich jederzeit an das Infobüro Reichraming oder den Tourismusverband Alpenland wenden – eine kleine Investition in die eigene Seele!

Ob man nun die Wanderung von Weyer nach Gaflenz oder die gesamte Strecke des Sebaldusweges angeht, eines steht fest: Jeder Schritt ist ein Schritt zur inneren Ruhe und zur Wertschätzung des Lebens. Also, auf zur nächsten Pilgerwanderung!

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