Am 29. Mai 2026 war die Stadtbibliothek in St. Valentin ein Ort der Spannung und Neugier. Die Autorin Herta Krondorfer las aus ihrem neuesten Werk, dem Mittelalterkrimi „Maimord“, der im Jahr 1477 spielt. Ein düsteres Jahr, in dem eine grausam zugerichtete Leiche einer jungen Frau das Dorf erschüttert. So begann die Reise in eine Welt voller Geheimnisse und Intrigen – und die Zuhörer waren sofort gefesselt.

Besonders die eindrucksvolle Predigt des Priesters Paulus Brunner, die Herta Krondorfer zum Besten gab, hinterließ bei den Anwesenden einen bleibenden Eindruck. Man konnte förmlich die Anspannung in der Luft spüren, als sie die Worte des Altaristen Brunner wiedergeben ließ. Nach der Lesung war die Atmosphäre entspannt, man konnte sich bei Getränken und kleinen Snacks über die Entstehung des Romans austauschen. Die Autorin erzählte, wie sie nie im Voraus plant, sondern die Handlung und Figuren ganz organisch entwickelt. Das macht das Schreiben für sie so spannend – und die Zuhörer hingen an ihren Lippen.

Historische Spurensuche in St. Valentin

Die Lesung war nicht nur eine literarische Veranstaltung, sondern auch ein Anlass, um Erinnerungen an die eigene Stadt und deren Geschichte auszutauschen. Das große Interesse der Besucher führte dazu, dass viele sich für eine historische Spurensuche durch St. Valentin anmeldeten – ein Event, das für den 22. Juni 2026 geplant ist. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Hauptplatz, und die Teilnahme ist kostenlos! Wer hätte gedacht, dass man sich so leicht in die Geschichte seiner Heimat einbringen kann?

In „Maimord“ müssen die Protagonisten, darunter der Bader Oswald und die Haushälterin Erentrudis, die mysteriösen Umstände des Mordes aufklären. Erentrudis hat einen Verdacht – sie ahnt, dass ein Irrtum vorliegt, denn der vermeintliche Täter scheint zu schnell gefunden zu sein. Die Dorfbewohner fordern Gerechtigkeit, doch die Zeit drängt, da dem Verdächtigen die Hinrichtung droht. Das macht die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch emotional nachvollziehbar. Herta Krondorfer hat es geschafft, die Leser in eine andere Zeit zu entführen, wo jede Entscheidung über Leben und Tod entscheidet.

Das besondere an diesem Abend war die Möglichkeit, direkt mit der Autorin zu sprechen. Viele haben die Gelegenheit genutzt, um mehr über die Hintergründe des Romans und die historischen Begebenheiten zu erfahren. Es war ein Wechselspiel aus Interesse und Faszination, das die Lesung zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. Die Stadtbibliothek war der perfekte Ort, um in diese spannende Welt einzutauchen. Und während draußen die Dämmerung hereinbrach, wurden die Geschichten lebendig, als ob sie selbst durch die Straßen St. Valentins wandelten.

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