In Raab, einem kleinen Ort mit etwa 2300 Einwohnern, gibt es wieder einen Nahversorger, der die Bevölkerung mit regionalen Produkten versorgt. Nach nur einer Woche Umbauzeit öffnete am Samstag das Adeg-Nahversorgungsgeschäft in der Marktstraße 3 seine Türen. Dies markiert die Wiederbelebung eines ehemaligen Unimarkt-Standorts, der im Vorjahr geschlossen wurde. Gerti und Alois Selker, die als Pächter des Marktes agieren, betonen die Wichtigkeit dieser Eröffnung für die lokale Gemeinschaft. Vor der Schließung war der Ort auf Unimarkt als Nahversorger angewiesen, da Unimarkt Ende September des Vorjahres die Schließung von 90 Filialen in mehreren Bundesländern bekannt gegeben hatte. Rund die Hälfte dieser Standorte wird nun von der Rewe-Gruppe und Spar weitergeführt.
Der Adeg-Markt in Raab ist der erste, der in Oberösterreich wiedereröffnet wird, während Adeg plant, insgesamt 11 ehemalige Unimarkt-Standorte, darunter 6 in Oberösterreich, zu eröffnen. Die offizielle Eröffnung des Marktes in Raab wird vom 12. bis 14. März gefeiert. Gerti Selker hebt hervor, dass die Partnerschaft mit Adeg den Kaufleuten Handlungsfreiheit in der Regionalität gibt und dass die Produkte wie Fleisch, Eier, Honig und Pilze von lokalen Produzenten bezogen werden. Auch das Kürbiskernöl, das aus eigener Erzeugung von Alois Selker stammt, ist ein Highlight des Sortiments, da die Kürbisse aus Oberösterreich und Niederbayern kommen. Adeg sieht in dieser Eröffnung einen bedeutenden Schritt zur Sicherung der regionalen Nahversorgung in Oberösterreich.
Die Bedeutung regionaler Nahversorgung
Die Wiedereröffnung des Adeg-Marktes in Raab ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern spiegelt einen größeren Trend wider. Adeg hat sich zum Ziel gesetzt, die Nahversorgung in ländlichen Gebieten zu stärken. Die Übernahme der Unimarkt-Standorte sichert nicht nur die wohnortnahe Versorgung mit Lebensmitteln, sondern schafft auch neue Perspektiven für selbstständige Kaufleute. Mit einer breiten Palette an regionalen Produkten, die auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind, setzt Adeg auf unternehmerische Eigenverantwortung und faire Preisgestaltung.
Insgesamt werden bis Ende Februar 2026 elf Märkte unter dem Adeg-Dach neu eröffnet, darunter auch Standorte in Niederösterreich und der Steiermark. Diese Strategie von Adeg ist besonders wichtig in Zeiten, in denen viele traditionelle Läden schließen müssen. Die regionalen Produkte, die Adeg anbietet, sind zudem ein Gewinn für die Gemeinden, da sie lokale Produzenten unterstützen und die Wirtschaft vor Ort ankurbeln.
Innovative Ansätze zur Nahversorgung
Auf dem Hintergrund der Schließungen traditioneller Läden sind innovative Konzepte zur Nahversorgung gefragt. Ein Beispiel hierfür ist der Kleinstladen tegut…teo, der im März in Rasdorf, Osthessen eröffnet wird. Dieser Laden bietet rund um die Uhr eine Auswahl von etwa 950 Artikeln an und bedient vor allem Menschen, die nicht mobil sind. Solche innovativen Ansätze könnten auch in anderen Regionen als Vorbild dienen. In Baden-Württemberg gibt es bereits ähnliche Konzepte unter dem Namen „Tante-m“, die auf Selbstbedienung und regionale Produkte setzen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wiedereröffnung des Adeg-Marktes in Raab nicht nur die Nahversorgung vor Ort sichert, sondern auch ein Zeichen für die Stärkung regionaler Strukturen ist. Angesichts der Herausforderungen, vor denen ländliche Gemeinden stehen, ist es unerlässlich, dass solche Initiativen weiterhin gefördert werden. Für weitere Informationen zu den Entwicklungen in der Nahversorgung können interessierte Leser die vollständige Berichterstattung auf meinbezirk.at und adeg.at nachlesen.