Am 10. März 2026 wird in Schärding ein ganz besonderes Event stattfinden: Der Weltfrauentag wird mit einer Parade und einem Polit-Kabarett gefeiert. Die Veranstaltung wird von mehreren Organisationen, darunter der Verein Vielfalter, der Verein Innviertel Pride, Impuls-Frauen, AMS Schärding, Mobiles Familiencoaching, Frauenhaus Ried und dem Frauennetzwerk 3, organisiert. Mit dem Motto: „Wir gehen, feiern, diskutieren und bewegen gemeinsam: Für Gleichberechtigung, Solidarität und gesellschaftliche Veränderung“ setzen die Veranstalter ein starkes Zeichen in Richtung Gleichstellung und gegen soziale Ungleichheit.
Das Programm verspricht, abwechslungsreich und informativ zu sein. Um 16:30 Uhr beginnt das Warm Up auf der Ponyweide mit einer Glitzerstation, gefolgt von einer musikalisch untermalten Parade, die um 17:00 Uhr startet. DJ Fyr und Rutilist vom Verein Herzmassage werden für die musikalische Begleitung sorgen. Um 18:00 Uhr findet ein Get-together im Kubinsaal Schärding statt, wo die Besucherinnen und Besucher Musik von Sonja Gruber und der Zeche Hinterfotzing genießen können. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet das Polit-Kabarett „Funkenschwestern: Wie Feminismus alles besser macht“, das um 19:00 Uhr im Kubinsaal über die Bühne geht. Der Kartenpreis beträgt 18 Euro und ist im Weltladen Schärding erhältlich. Weitere Informationen sind in einem Artikel auf meinbezirk.at zu finden.
Der Ursprung des Weltfrauentags
Der Internationale Frauentag, ursprünglich am 8. März gefeiert, hat seine Wurzeln in den USA und wurde 1909 ins Leben gerufen. 1975 institutionalisierten die Vereinten Nationen diesen Tag, um auf die Bekämpfung von Gewalt, Diskriminierung und Ausbeutung hinzuweisen und die Geschlechtergleichstellung zu fördern. Laut UN Women sei die Welt für Frauen und Mädchen zwar gleichberechtigter als je zuvor, doch der Fortschritt bleibt „zu langsam, zu fragil und zu ungleichmäßig“.
Die Herausforderungen sind vielfältig. Frauen und Mädchen sind oft von Armut, Hunger, unzureichender Gesundheitsversorgung und sexueller Gewalt betroffen. Der Gender Pay Gap zeigt, dass Frauen im Durchschnitt weniger verdienen und eingeschränkten Zugang zu Bildung haben. In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal Opfer von physischer oder sexualisierter Gewalt. 2023 wurden 167.639 Fälle von Partnerschaftsgewalt angezeigt, was einen Anstieg von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Statistiken belegen, dass 79% der Opfer von Partnerschaftsgewalt weiblich sind und 78% der Tatverdächtigen männlich.
Globale und lokale Perspektiven
Die Situation für Frauen ist weltweit sehr unterschiedlich. In vielen Ländern fehlen gesetzliche Rahmenbedingungen, die Gleichstellung und Nichtdiskriminierung fördern. In Afghanistan beispielsweise gibt es massive Einschränkungen der Rechte von Frauen und Mädchen seit der Machtübernahme der Taliban. Im Iran werden Frauen, die gegen die Regierung protestieren, verfolgt und unterdrückt. Amnesty International ruft daher zur Teilnahme am Internationalen Frauentag auf, um die Errungenschaften für Frauenrechte zu feiern und deren Schutz zu fordern.
Am 8. März 2025 wird in Berlin eine Großdemonstration stattfinden, um Geschlechtergerechtigkeit und die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen zu fordern. Die Veranstaltung wird von einem Bündnis aus feministischen Initiativen, Gewerkschaften und Verbänden organisiert und startet um 12:30 Uhr am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg. Die Bedeutung solcher Aktionen ist unbestritten: Sie tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Herausforderungen und Ungerechtigkeiten, mit denen Frauen konfrontiert sind, zu schärfen und Veränderungen herbeizuführen.
In diesem Sinne ist der Weltfrauentag in Schärding eine großartige Möglichkeit, sich aktiv für Gleichstellung und Solidarität einzusetzen. Lassen Sie uns gemeinsam feiern, diskutieren und bewegen! Weitere Informationen zu den weltweit relevanten Themen rund um den Weltfrauentag finden Sie in einem Artikel auf bpb.de und den Aktionsvorschlägen von Amnesty International.