Eine Reisegruppe aus Schärding, bestehend aus 46 Personen, sitzt seit dem 28. Februar in Dubai fest. Die Rückreise von Dubai nach Wien, die für heute geplant war, wurde überraschend verschoben. Die Tickets für den Rückflug wurden bereits übermittelt, doch die Gruppe muss nun auf unbestimmte Zeit warten. Reisebegleiterin Roswitha Scheuringer berichtet, dass die Verschiebung möglicherweise aus Sicherheitsgründen erfolgt ist, da es in der Region zu Anschlägen gekommen ist. Die Gruppe zeigt Anzeichen von Resignation und Unmut, insbesondere nach der Absage des Flugs. Die Stimmung ist angespannt, aber die Mitglieder halten zusammen und versuchen, sich mit Spielen und Lesen die Zeit zu vertreiben. Kritische Stimmen richten sich gegen die Regierung, da die Reisegruppe keine Informationen von der Außenministerin erhalten hat, während das Reiseunternehmen Seniorenreisen sich um die Gruppe kümmert. Es wird vermutet, dass die Rückreise erst am Sonntag stattfinden kann, genaue Informationen liegen jedoch nicht vor. Weitere Details zu dieser Situation finden Sie in dem Artikel auf MeinBezirk.
Sicherheitslage und Reisewarnungen
Die Sicherheitslage im Nahen Osten ist angespannt, besonders nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere Länder in der Region ausgesprochen. Diese Reisewarnungen gelten seit dem 28. Februar und betreffen Israel, Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die VAE. Die Reisewarnung für den Iran besteht bereits seit 2022.
Der Flughafen Dubai kann wegen Raketenangriffen aus dem Iran keine Starts und Landungen durchführen. Lufthansa hat Flüge nach Tel Aviv bis zum 22. März, nach Beirut bis zum 28. März sowie nach Amman und Erbil bis zum 15. März ausgesetzt. Auch Flüge nach Teheran sind bis zum 30. April gestrichen. Die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain und Iran sind vorübergehend gesperrt. Trotz dieser Situation haben Emirates und Etihad ihren Flugbetrieb von Dubai und Abu Dhabi eingeschränkt wieder aufgenommen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des ADAC: ADAC.
Folgen und Maßnahmen
Die deutschen Behörden sind aktiv, um Reisende aus der Region zurückzuholen. Sonderflüge der Bundesregierung und Airlines sind geplant, um gestrandete Passagiere zu evakuieren. Der erste Rückholflug von Dubai nach Frankfurt fand bereits am 3. März statt. Zehntausende Reisende deutscher Veranstalter sind derzeit in der Golfregion festgehalten, und auch Kreuzfahrtschiffe wie die „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ von TUI Cruises liegen fest.
Das Auswärtige Amt hat für die betroffenen Länder eine Ausreiseaufforderung ausgesprochen und empfiehlt Reisenden, sich in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND einzutragen. Passagiere, die betroffen sind, können kostenlos umbuchen oder ihr Geld zurückbekommen. Rückerstattungen für Pauschalreisen, die nicht stattfinden können, sind ebenfalls möglich. Bei politischen Gefahren oder Kriegsfällen decken Rücktrittsversicherungen in der Regel jedoch keine Kosten.
Die Situation bleibt angespannt, und die deutschen Auslandsvertretungen stehen in Kontakt mit den Staatsangehörigen vor Ort. Die Reisewarnungen werden ausgesprochen, wenn eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Für eine aktuelle Übersicht über die Reisewarnungen und die Situation im Nahen Osten ist die Tagesschau eine verlässliche Quelle: Tagesschau.