In der kleinen, aber feinen Pfarrgemeinde St. Roman wurde am vergangenen Wochenende ein ganz besonderes Mitarbeiterfest gefeiert. Mit über 100 eingeladenen Personen war die Stimmung ausgelassen, auch wenn nur etwa 80 der Ehrenamtlichen der Einladung gefolgt sind. Diese Versammlung war nicht nur eine Feier, sondern ein herzliches Zeichen der Wertschätzung für all jene, die sich unermüdlich in der Gemeinde engagieren. Und, um ehrlich zu sein, das merkte man sofort – überall lachte man, erzählte Geschichten und genoss die gemeinsame Zeit.

Unter den Gästen fanden sich Mitglieder des Seelsorgeteams, Ministranten, Mesner, Chöre und Musiker – eine bunte Mischung, die das Herz der Gemeinde repräsentiert. Sogar diejenigen, die sich um die Kirchenreinigung und -wäsche kümmern, waren vertreten. Auch Pfarrer Jan Jakubiak, der die seelsorgliche Betreuung in St. Roman übernimmt, und die Pastoralassistentin ließen es sich nicht nehmen, bei diesem Fest dabei zu sein. Es ist schön zu sehen, wie diese Gemeinschaft zusammenhält, vor allem seit St. Roman im Jahr 2023 eine Teilpfarrgemeinde der Pfarre Schärding wurde.

Ehrenamt mit Herz und Seele

Was an diesem Tag besonders betont wurde, war die immense Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das Pfarrleben. Viele Aufgaben im Kirchenjahr wären ohne die vielen helfenden Hände einfach nicht möglich. Man kann sich das gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit in den verschiedenen Veranstaltungen, Gottesdiensten und Feiern steckt. Es braucht eine ganze Mannschaft, um das alles zu stemmen – und das wird oft übersehen.

Die Wertschätzung, die den Ehrenamtlichen zuteil wurde, war deutlich spürbar. Schließlich sind sie nicht nur für die Organisation von Festen zuständig, sondern auch für die seelsorgliche Begleitung, die in der Gemeinde so wichtig ist. Eine Art von Engagement, das sich nicht nur in der Kirche zeigt, sondern auch in vielen sozialen Initiativen, die aus christlichen Motiven entstanden sind. Ein Beispiel dafür ist der Kindergottesdienst, der von Ehrenamtlichen ins Leben gerufen wurde, um Kindern aus benachteiligten Verhältnissen Lesen und Schreiben beizubringen. Solche Bewegungen haben nicht nur in Österreich, sondern auch in Ländern wie England und Amerika ihren Ursprung.

Ein Blick in die biblischen Lehren

Die spirituelle Grundlage dieses Engagements wird auch in den biblischen Geschichten deutlich. Die Erzählung von Tobit, der seinem Sohn Tobias aufträgt, barmherzig zu sein und Gutes zu tun, spiegelt die Werte wider, die in der Gemeinde hochgehalten werden. Die Botschaft der Barmherzigkeit, die in der Geschichte von Engel Rafael mitschwingt, zeigt uns, dass man, indem man Gutes tut, nicht nur anderen hilft, sondern auch sich selbst schützt. „Die Barmherzigkeit wird als rettend vor dem Tod und reinigend von Sünde beschrieben“ – und genau diese Haltung prägt das Miteinander in der Pfarrgemeinde St. Roman.

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Es ist einfach ergreifend, wie sehr sich die Menschen hier für einander einsetzen und wie viel Herzblut in jedem einzelnen Ehrenamt steckt. Die Gemeinschaft lebt von diesen Werten, und es ist diese Art von Engagement, die die Kirche und die Gesellschaft als Ganzes bereichert. In einer Welt, die oft hektisch und unpersönlich wirkt, ist es schön zu sehen, dass es Orte gibt, an denen Menschen zusammenkommen, um einander zu unterstützen und zu feiern.