Heute, am 3. Juni 2026, blicken wir auf eine bemerkenswerte Reise, die vor einigen Tagen begonnen hat. Die Raaber Gerald Bischof, Mario Großfurtner und der Handbike-Olympiasieger Walter Ablinger sind am 27. Mai mit einem klaren Ziel in die Pedale getreten: Das Nordkap! Diese abenteuerliche Tour erstreckt sich über stolze 4.200 Kilometer und 33.300 Höhenmeter – und das alles in nur 30 Tagen. Ihr Einsatz? Geld für zwei hilfsbedürftige Familien aus Andorf und Natternbach zu sammeln, um deren Kinder teure Therapien zu ermöglichen. Ein wirklich ehrenvolles Vorhaben, das hinter den Kulissen viel Herz und Engagement erfordert.

Am achten Tag ihrer Reise haben die drei Radfahrer die 1.000-Kilometer-Marke überschritten. Fantastisch, oder? In Norwegen und Finnland haben sie bereits einige atemberaubende Landschaften genossen, und jetzt befinden sie sich mitten in Schweden. Die Wetterbedingungen sind dabei nicht gerade ein Zuckerschlecken – Regen und sogar Schneefelder, aber auch sonnige Abschnitte bringen die nötige Abwechslung. Jeden Tag legen sie etwa 150 Kilometer zurück, was eine ganz schöne Leistung ist.

Hindernisse und Herausforderungen

Natürlich bleibt eine solche Tour nicht ohne technische Probleme. Zwei Regentage haben zu einer Wasseransammlung im Handbike geführt, und auch die Wohnmobile hatten mit Reifenpannen zu kämpfen. In Schweden musste die Route sogar geändert werden, da die Autobahn als zu gefährlich eingeschätzt wurde. Jetzt sind sie auf vielen Nebenstraßen unterwegs – oft Schotterpisten. Man fragt sich, wie viel Abenteuerlust und Entschlossenheit in diesen drei Männern steckt!

Die Ankunft im Naturresort Ikuna in Natternbach ist für den 27. Juni geplant, wo ein großes Fest mit Live-Musik auf sie wartet. Bis dahin wird weiterhin nach Sponsoren gesucht, um diese noble Aktion zu unterstützen. Unternehmen, die 3.500 Euro spenden, dürfen sich über die Auszeichnung „Betrieb mit Herz“ freuen. Der Hauptsponsor Biogena hat bereits die Fixkosten der Reise übernommen. Wer helfen möchte, kann auf das Spendenkonto „Nordkapp 2 Natternbach“ mit der IBAN AT69 3445 5000 0501 4949 einzahlen.

Ein weiteres Beispiel für großes Engagement

Aber nicht nur in Österreich gibt es solche beeindruckenden Aktionen. In Deutschland hat Friedel Eckenroth aus Kürten-Bechen ebenfalls eine bemerkenswerte Reise unternommen. Er radelte vom eigenen Heimatort zum Nordkap, um Spenden für das Kinderhospiz Balthasar in Olpe zu sammeln. Was als Wette mit einem Freund begann, entwickelte sich zu einer 4.540 Kilometer langen Reise, die ihn durch Deutschland, Dänemark und schließlich nach Schweden führte. Eckenroth, ein 57-jähriger gelernter Maler und Lackierer, hat viel von der Welt gesehen und sein Ziel mit einem Trekking-Rad erreicht.

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Die ersten 30 Kilometer fuhr er mit zwei Freunden, nach denen er alleine weiterfuhr – eine echte Herausforderung! In Dänemark nahm er die Fähre von Frederikshavn nach Göteborg und radelte bis nach Lulea in Schweden. Sein Neffe Tim Radecki begleitete ihn auf dem letzten Stück bis zum Nordkap. Eckenroth hat bereits 6.000 Euro für das Kinderhospiz gesammelt, während 150 Menschen seiner Reise über eine Whatsapp-Gruppe folgten und pro gefahrenem Kilometer einen Cent spendeten.

Hintergrund und Bedeutung dieser Aktionen

Solche Spendenaktionen sind heute wichtiger denn je. Viele Projekte für Kinder stehen aufgrund angespannter Haushaltslagen vor dem Aus. Geld für Jugend- und Sozialarbeit wird immer knapper. Dies hat zur Folge, dass zahlreiche Jugendzentren Personal abbauen oder gar schließen müssen. Die Angebote für Kinder fallen weg, was bedeutet, dass wichtige Anlaufstellen und Treffpunkte verschwinden. Das ist besonders alarmierend, weil es den Verlust von Sicherheit und Gemeinschaft für benachteiligte Kinder bedeutet.

Deshalb ist es unerlässlich, dass Menschen wie Gerald Bischof, Mario Großfurtner, Walter Ablinger und Friedel Eckenroth sich für die Bedürfnisse und Rechte der Kinder einsetzen. Ihre Geschichten inspirieren und zeigen, wie viel Gutes durch persönliche Entbehrungen und Engagement erreicht werden kann. Die Unterstützung solcher Aktionen ist ein kleiner, aber bedeutender Schritt, um den Herausforderungen, vor denen viele Familien stehen, entgegenzuwirken.