Es war ein ganz normaler Pfingstmontag im idyllischen Gemeindegebiet von St. Marienkirchen bei Schärding, bis ein besonders skurriler Vorfall die Abendstimmung aufmischte. Gegen 21 Uhr bemerkte eine Polizeistreife einen Sattelzug auf der L512, der alles andere als unauffällig war. Der 53-jährige Lkw-Lenker aus Rumänien steuerte sein Fahrzeug in Schlangenlinien, als wäre er auf einer Autobahn der Absurditäten unterwegs. Die Gefahr, die er für sich und andere darstellte, war unübersehbar, denn immer wieder driftete er gefährlich auf die Gegenfahrbahn. Man fragt sich: Was könnte ihn nur zu diesem Verhalten treiben?

Die Polizisten, alarmiert durch das chaotische Fahrverhalten, hielten den Sattelzug an. Und was sie dann entdeckten, war wirklich ein wahrhaft komischer Anblick – der Fahrer war nur mit Unterwäsche bekleidet! Das allein wäre schon eine Geschichte für die Nachbarn gewesen, aber das war noch nicht alles. Ein starker Alkoholgeruch wies darauf hin, dass hier mehr im Spiel war. Der Vorhang der Fahrerkabine war fast vollständig zugezogen, was die Sicht des Fahrers erheblich einschränkte. Als die Beamten ihn zur Rede stellten, gab es nur ein Schulterzucken – keinen Grund für die bizarre Situation.

Der Schock des Alkotests

Ein Alkotest brachte schließlich die traurige Wahrheit ans Licht: Der Mann hatte einen Wert von 1,82 Promille. Damit war die Fahrt endgültig vorbei. Der Führerschein wurde ihm vorläufig abgenommen, die Weiterfahrt untersagt und eine Sicherheitsleistung eingehoben. Die Polizei kündigte an, dass mehrere Anzeigen folgen würden. Man fragt sich, was in solchen Momenten im Kopf eines Fahrers vorgeht – ob er die Gefahr für sich und andere tatsächlich nicht wahrnimmt oder ob es ihm schlichtweg egal ist.

Alkohol am Steuer ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. In diesem Zusammenhang ist der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. (BADS) in Hamburg aktiv. Die gemeinnützige Vereinigung hat sich der Aufklärung über die Gefahren von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln verschrieben. Ihre Aufgaben umfassen die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet sowie die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Organisationen. Sie setzen sich dafür ein, dass Verkehrserziehung nicht nur ein Schlagwort bleibt, sondern aktiv gelebt wird. Denn Aufklärung ist der erste Schritt in eine sichere Zukunft auf unseren Straßen.

In einer Zeit, in der die Straßen voller Fahrzeuge sind und die Gefahren von Alkohol am Steuer so hoch wie nie zuvor, ist es unerlässlich, dass jeder Einzelne Verantwortung übernimmt. Vielleicht wird dieser Vorfall in St. Marienkirchen ja der Anstoß für den einen oder anderen sein, sich die eigene Beziehung zu Alkohol und Verkehr genauer anzusehen. Denn am Ende des Tages ist es die Sicherheit aller, die zählt.

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