Es war ein denkwürdiger Abend in Rohrbach, als der SK Eggenburg sich mit einem beeindruckenden 6:1-Sieg gegen die Gastgeber gegen den Frust der letzten Spiele Luft machte. Nach der schmerzhaften 1:2-Niederlage in Großweikersdorf war Wiedergutmachung angesagt. Und das in aller Deutlichkeit! Mit einem klaren Ziel vor Augen gingen die Eggenburger in die Partie und zeigten von Beginn an, wer hier das Sagen hatte.
Der Abwehrchef Muamer Avdic musste aufgrund einer Ampelkarte zuschauen, doch Jakob Bichler sprang in der Innenverteidigung ein. Das schien jedoch keine Schwächung zu sein, denn Eggenburg drückte schon früh auf das Gaspedal. Maximilian Ableidinger traf in der 4. Minute nach einem Eckball und läutete eine wahre Torflut ein. Rohrbach, zwar offensiv bemüht, musste bald feststellen, dass sie dem Druck der Eggenburger nicht gewachsen waren.
Tore am Fließband
In der 30. Minute folgte das 2:0 durch Rolinec, der aus 20 Metern unhaltbar ins Netz traf. Die Stimmung auf den Rängen war grandios! Und es kam noch besser: Tobias Wally erhöhte in der 33. Minute auf 3:0. Die Eggenburger spielten sich in einen Rausch, und Lukas Höglinger bereitete das 4:0 in der 40. Minute vor, das von Manuel Maurer erzielt wurde. Kurz vor der Pause schnappte sich Rolinec einen Freistoß und verwandelte diesen direkt – 5:0! Was für ein Halbzeitstand!
Nach der Pause gab es dann doch einen kleinen Dämpfer: Mitrovic verkürzte in der 46. Minute auf 1:5 für Rohrbach. Doch die Eggenburger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Rolinec, der immer wieder gefährlich vor dem Tor auftauchte, traf in der 56. Minute nur die Latte. Man könnte meinen, er war heute in Torlaune!
Schließlich vollendete Christoph Streit in der 77. Minute einen Konter zum 6:1 und stellte damit den Endstand her. Das Spiel war von Eggenburg gut kontrolliert, defensiv ließ man nicht viel zu und brachte wichtige Punkte im Kampf um einen versöhnlichen Saisonabschluss mit nach Hause. Die Stimmung im Team könnte nicht besser sein!
Sportpsychologie im Fokus
In der Welt des Sports wird immer öfter über die mentale Gesundheit der Athleten gesprochen. Es ist kein Geheimnis, dass im Spitzensport etwa fünf Prozent der Athletinnen und Athleten unter Depressionen leiden, was dem Anteil in der allgemeinen Bevölkerung entspricht. Der deutsche Fußball hat seit dem tragischen Tod von Nationaltorwart Robert Enke im Jahr 2009 einen Wandel durchgemacht und sich mehr für psychische Erkrankungen sensibilisiert.
Sportpsychologen wie Rene Paasch fordern einen „Paradigmenwechsel“ in der Sportpsychologie, um den Athleten in ihrer mentalen Gesundheit besser zur Seite zu stehen. Johanna Belz, Sportpsychologin an der Deutschen Sporthochschule in Köln, hebt hervor, dass in vielen Akademien mit nur einem Sportpsychologen für mehrere Teams nicht genügend Unterstützung gewährleistet werden kann. Christoph Herr, Koordinator für Psychologie beim DFB, sieht jedoch Fortschritte und spricht von einer soliden Einbindung psychologischen Knowhows im Fußball.
Die Nachfrage nach sportpsychologischen Angeboten wächst, und es wird immer deutlicher, wie wichtig diese Unterstützung für die mentale Gesundheit der Spieler ist. Veränderungen im Umfeld könnten helfen, die Arbeit der Sportpsychologen zu verbessern und so letztlich auch die Leistung der Athleten zu steigern. Der DFB hat bereits Schritte unternommen, indem er Sportpsychologen in den Nachwuchsakademien zur Pflicht gemacht hat – ein Schritt in die richtige Richtung!