Am 6. Mai 2026 hat das Wetter in Oberösterreich mal wieder gezeigt, was es kann – und das war nicht gerade freundlich. Die Region wurde von heftigen Unwettern heimgesucht, die mit Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern einhergingen. Laut der Österreichischen Hagelversicherung (ÖHV) belaufen sich die geschätzten Schäden auf etwa 1,5 Millionen Euro. Besonders hart getroffen hat es die winterlichen Getreidefelder, Raps und das Grünland im Bezirk Ried im Innkreis. Da kann einem schon das Herz bluten, wenn man sieht, wie die Felder unter dem Hagel leiden.

Doch das war noch nicht alles! In den darauffolgenden Tagen – und wir sprechen hier nicht von der besten Wetterwoche – gab es auch in der Steiermark und Niederösterreich weitere Unwetter. Starkregen, Hagel und Verschlämmungen sind die unliebsamen Gäste, die leider keine Einladung brauchten. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, aber Sachverständige sind bereits im Einsatz, um das Ausmaß zu erheben. In Niederösterreich, genau genommen in Rafing (Bezirk Hollabrunn), wurden am 11. Mai Hagelschauer gemeldet, die das Pflanzenwachstum stark beeinträchtigt haben.

Die Eisheiligen und ihr Schneekleid

Pünktlich zu den Eisheiligen – die kleinen Wetterfreunde, die uns immer wieder überraschen – kam es zu einer massiven Abkühlung. Schneefall in Österreich? Ja, genau! In der Steiermark wurden bis zu 18 Zentimeter Schnee gemessen, und in Kärnten waren sogar etwa 20 Zentimeter prognostiziert. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man im Mai den Winter wieder auf dem Teller hat. Dazu kamen bereits die ersten Feuerwehreinsätze in Kärnten, weil der Schnee da und dort Probleme machte. Wer hätte gedacht, dass wir im Mai schon wieder Schnee schippen müssen?

Erst vor kurzem, im Jahr 2024, begann das Jahr mit überaus hohen Temperaturen – der wärmste Februar und März, den wir je erlebt haben. Der Vegetationsbeginn kam um ganze drei bis vier Wochen früher als gewohnt. Doch die Freude währte nicht lange: Eine kalte zweite Aprilhälfte brachte Frostschäden mit sich, die vor allem Obst- und Weinbau schwer trafen. Im Mai ging es dann richtig los – das Wetter war ein echtes Wechselbad der Gefühle mit Hagel, Sturm und Starkregen, die landwirtschaftliche Kulturen quer durch die Bundesländer beschädigten.

Dürre als ständiger Begleiter

Die Dürre, die sich im Osten Österreichs bemerkbar macht, ist ein weiteres Kapitel in dieser Wettergeschichte. Besonders betroffen sind Herbstkulturen wie Mais, Soja und Zuckerrüben. Der Gesamtschaden in der Landwirtschaft wird auf etwa 200 Millionen Euro geschätzt, wobei die Dürre allein 100 Millionen Euro ausmacht. Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, gibt zu bedenken, dass 80 Prozent des Ertrags von der Wetterlaune abhängen. Ein bisschen Wetterglück wäre da nicht schlecht.

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Die Hagelsaison zieht sich noch bis Mitte September hin. Also, liebe Landwirte, haltet die Ohren steif und hoffentlich bleibt uns das Wetter noch ein wenig wohlgesonnen! Denn bei all den Umwälzungen ist es wichtig, dass wir nicht den Mut verlieren und weiterhin für die heimische Landwirtschaft kämpfen. Schließlich hängt unser Wohlstand auch von den Furchen und Feldern ab, die wir so lieben.