Helden des Sports: Lebenshilfe Oberösterreich begeistert bei den Special Olympics
Stell dir vor, du stehst inmitten einer jubelnden Menge, die mit jedem erfolgten Wettkampf ein Stück mehr zusammenrückt. So erging es den Sportlern der Lebenshilfe Oberösterreich aus dem Bezirk Perg, die bei den nationalen Sommerspielen in Wien vom 25. bis 30. Juni ganz groß auftrumpften. Mit insgesamt acht Medaillen – zwei Gold, fünf Silber und eine Bronze – haben sie sich nicht nur eine glänzende Medaillenbilanz erkämpft, sondern auch die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert. In diesem Jahr nahmen rund 1.800 Athleten mit intellektueller Beeinträchtigung in insgesamt 15 Sportarten teil. Ein echtes Spektakel!
Unter den 25 Sportlern aus Perg waren einige wahre Stars am Werk. Alina Arutiunova und Stefan Lumetsberger gewannen Gold im Boccia-Doppel, und auch Christine Grünberger sowie Michael Käferböck durften sich über die höchste Auszeichnung freuen. Im Stocksport traten Gerald Naderer und Petra Hörmann an, die im Ziel- und Lattenbewerb den zweiten und dritten Platz erkämpften. Ein weiterer Lichtblick war die Fußballmannschaft der Lebenshilfe Perg/Grein, die sich im Turnier – trotz der drückenden Hitze auf dem Kunstrasen der Austria Wien Akademie – mit einer Silbermedaille belohnte.
Sportliche Erfolge und persönliche Bestleistungen
Ein wahres Highlight war Martin Naderer, der im MATP-Bewerb (Motor Activity Training Program) den zweiten Platz belegte. Und auch Philipp Luftensteiner, der im Schwimmen für die leistungsstärksten Gruppen qualifiziert wurde, glänzte mit persönlichen Bestzeiten. Der technische Delegierte Lothar Pühringer sorgte dafür, dass alles reibungslos ablief. Die Sportler wurden im Motel „One“ neben dem Prater untergebracht und kehrten nach dem Wettkampf als gefeierte Helden zurück in die Werkstätte, wo sie ihren Erfolg gemeinsam feierten.
Aber nicht nur in Perg wurden sportliche Höchstleistungen gefeiert. Auch die Athletinnen der Lebenshilfe Oberösterreich aus den Werkstätten Vöcklamarkt und Regau trumpften bei den Special Olympics Sommerspielen im Burgenland auf. Mit insgesamt 26 Medaillen, darunter 7 Gold-, 8 Silber- und 5 Bronzemedaillen, haben sie die Bühne gerockt. Besonders hervorzuheben ist Dominik Altmann aus Regau, der im Tennis doppelter Staatsmeister wurde – Gold und Silber gingen an ihn! Und nicht zu vergessen, Martina Zoister, die nach 20 Jahren Training ihre erste Goldmedaille errang. Ein wahrlich emotionaler Moment!
Der Weg zum Erfolg
Die Special Olympics Sommerspiele 2022, die bereits die 8. Nationalen Spiele waren, zogen nicht nur Athleten, sondern auch 800 Volunteers und 600 Trainer an. Das große Engagement der Lebenshilfe Oberösterreich zeigt sich auch daran, dass über 120 Sportlerinnen in elf Sportarten knapp 100 Medaillen holten. Das macht einfach stolz! Und das Beste daran? Alle MATP-Athlet*innen erhielten eine Medaille – selbst die hölzernen für die Plätze ab vier. Das ist doch ein echter Ansporn!
Der Sport hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt, und das nicht nur in Österreich. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat sich als erste Anlaufstelle für Behindertensport etabliert und kämpft für die Rechte von Sportlern mit geistiger Behinderung. Es ist ein langer Weg, von dem Ausschluss von den Paralympischen Spielen bis hin zur heutigen Einbeziehung in die Sportwelt. Der DBS hat eine Nationale Klassifizierungsskala entwickelt, um Chancengleichheit zu fördern. Die Paralympischen Spiele, die alle vier Jahre stattfinden, sind ein Zeichen dafür, dass Sport für alle da ist.
In dieser Atmosphäre des Erfolgs und der Gemeinschaft, die durch Sport geschaffen wird, wird deutlich, dass der Weg zum Triumph nicht nur durch Medaillen, sondern durch die Freude am Miteinander geprägt ist. Egal ob in Perg oder Vöcklamarkt – die Athleten zeigen uns, dass jeder Schritt, jeder Wettkampf und jedes Lächeln zählt.
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