In Oberösterreich findet an diesem Mittwoch um 20:30 Uhr ein spannendes ÖFB-Cup-Halbfinale zwischen dem LASK und SV Ried statt. Der LASK, der sich im Viertelfinale mit einem beeindruckenden 2:1-Sieg über Red Bull Salzburg durchsetzen konnte, geht als leichter Favorit in die Partie. In diesem emotionalen Duell, das bereits ausverkauft ist und 7.336 Zuschauer anlockt, wird die Rivalität zwischen den beiden Teams auf die nächste Stufe gehoben.
Interessanterweise endeten die letzten sechs Begegnungen zwischen LASK und Ried fünfmal unentschieden, wobei Ried einmal als Sieger vom Platz ging. Das jüngste Aufeinandertreffen fand vor zweieinhalb Wochen in Ried statt und endete 1:1. Diese Unentschieden zeigen, wie eng die beiden Mannschaften beieinander liegen, was auf ein spannendes Halbfinale hindeutet. Ried-Coach Maximilian Senft sieht den Druck klar beim LASK und nimmt die Rolle des Underdogs an. In der bisherigen Cup-Runde hat Ried noch kein Gegentor kassiert, was die Ausgangslage zusätzlich kompliziert.
Aufregung um Ried-Präsidenten
Besonders viel Aufregung sorgte die Aktion von Ried-Präsident Thomas Gahleitner, der gefilmt wurde, wie er einen angesengten LASK-Schal hielt. Gahleitner selbst bezeichnete die Aktion als „sinnbefreit“ und betonte, dass es keine Boshaftigkeit im Spiel war. Solche Vorfälle heizen die Rivalität zwischen den beiden Clubs weiter an und sorgen für zusätzlichen Zündstoff im Vorfeld des Spiels.
Der LASK ist in den letzten Spielen jedoch nicht in Bestform. Nach einer herben 1:5-Niederlage gegen Salzburg und einem 2:2-Unentschieden gegen Austria ist die Mannschaft unter Druck. Coach Dietmar Kühbauer strebt trotz dieser Rückschläge das Finale an und erwartet ein hartes Spiel gegen die Rieder. Auch die Rieder haben zuletzt gemischte Ergebnisse erzielt, mit einem 1:1 gegen WSG Tirol und einer 1:2-Niederlage gegen GAK.
Historie und Transfers
In der Geschichte des ÖFB-Cups hat Ried bereits zwei Titel gewonnen, in den Jahren 1998 und 2011, während der LASK nur einmal, im Jahr 1965, den Pokal holte. Aktuell hat der LASK, laut Transfermarkt, einige interessante Transfers getätigt. Spieler wie Sebastian Kapsamer und Batuhan Peker haben den Weg zu den Riedern gefunden, während Christoph Monschein, der im Juli 2022 von Ried zu LASK wechselte, auch eine Schlüsselrolle in dieser Rivalität spielt.
Mit dem Ausscheiden von Salzburg, dem Serienmeister, und Titelverteidiger Sturm Graz fehlen den beiden dominierenden Teams der letzten Jahre im Halbfinale. Dies eröffnet dem LASK die Möglichkeit, sich nach 1999 den zweiten Cup-Titel der Vereinsgeschichte zu sichern. Im Endspiel könnte entweder Salzburg oder Altach auf die Linzer warten, was das kommende Halbfinale umso spannender macht.
Insgesamt verspricht das Duell zwischen LASK und Ried nicht nur ein spannendes Spiel, sondern auch eine interessante Auseinandersetzung der beiden Clubs, die sich über Jahre hinweg immer wieder begegnen. Die Fans dürfen sich auf ein packendes Duell freuen, das wie immer mit viel Leidenschaft und Dramatik verbunden ist.