In Linz brodelt es zurzeit in der Debatte um die geförderten Schwimmkurse, die vom Land Oberösterreich ins Leben gerufen wurden. Im Rahmen der OÖ Familienkarte sollen diese Kurse Familien zugutekommen, damit Kinder zwischen 6 und 10 Jahren, die noch nicht oder kaum schwimmen können, sicher und mit Spaß das Schwimmen lernen können. Ein wichtiges Anliegen, denn jedes fünfte Kind in Österreich ist ertrinkungsgefährdet. Da ist es nur logisch, dass man diesen kleinen Wasserratten die Möglichkeit bietet, ihre Fähigkeiten im Element Wasser zu erproben.

Doch die Linz AG Bäder haben das Förderangebot abgelehnt, was Landeshauptmann-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) und Stadtrat Michael Raml (FPÖ) auf den Plan ruft. Haimbuchner findet es unverständlich, dass die Stadt Linz nicht kooperiert, zumal ein einheitliches Angebot für den gesamten oberösterreichischen Raum nicht nur kostenschonend, sondern auch sinnvoll gewesen wäre. Im letzten Jahr mussten einige Kinder aufgrund von schlechten Wetterbedingungen auf ihre Schwimmkurse verzichten. Haimbuchner berichtet von der Suche nach Lösungen, jedoch war die Stadt Linz nicht bereit zu helfen.

Ein Spannungsfeld zwischen Stadt und Land

Die Linz AG wehrt sich gegen die Vorwürfe und erklärt, dass man nie ein konkretes Förderangebot erhalten habe. Eine verspätete Beschwerde von Haimbuchner sei erst im Oktober 2025 eingegangen, nachdem ein geplanter Schwimmkurs aufgrund der Witterung nicht ins Hallenbad verlegt werden konnte. Die Hallenbäder der Linz AG sind stark ausgelastet, eine kurzfristige Nutzung sei schlichtweg nicht möglich. Jährlich bieten die Linz AG Bäder rund 200 Schwimmkurse an, aber nur für die Vereine Nessi und Swim & Fun wurden 2025 insgesamt 158 Kurse durchgeführt, während die Förderung des Landes OÖ nur für Sportunion-Vereine gilt und andere Vereine ausgeschlossen sind.

Das lässt Vizebürgermeisterin Karin Leitner (SPÖ) nicht kalt. Sie widerspricht den Vorwürfen, dass Linz ein Angebot zur Schaffung eines neuen Schwimmkurses abgelehnt habe. Stattdessen plant die SPÖ Linz eine Resolution im Gemeinderat, um die Stadt in die Bäderfinanzierung und das geförderte Schwimmkurs-Programm des Landes einzubeziehen. Leitner kritisiert die Kostenstruktur der Schwimmkurse und fordert eine gleichberechtigte Förderung für alle Kinder in Oberösterreich. Haimbuchner hingegen bezeichnet den Antrag der Stadt als „politisches Kuriosum“ und fordert eine bessere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land, um endlich Synergien zu schaffen und Kosten zu sparen.

Die Bedeutung von Schwimmkursen für die Sicherheit der Kinder

Die Sommerschwimmkurse, die an mehreren Standorten in Oberösterreich in den Freibädern stattfinden, bieten die Gelegenheit, spielerisch an das Schwimmen herangeführt zu werden. Unter der Anleitung qualifizierter Übungsleiter:innen lernen die Kinder, sich sicher im Wasser zu bewegen. Gruppen von maximal 10 Kindern mit zwei Kursleiter:innen sorgen dabei für eine intensive Betreuung. Ein rundum gelungenes Konzept, das nicht nur Spaß macht, sondern auch Sicherheit vermittelt. Für die Kleinen ist es schließlich eine aufregende Erfahrung, die sie vielleicht ein Leben lang begleiten wird.

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Die aktuelle Debatte zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen. Schließlich geht es nicht nur um Spaß, sondern auch um Sicherheit im und am Wasser. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten – die Stadt und das Land müssen sich wohl oder übel zusammensetzen und eine Lösung finden, die alle Kinder in Oberösterreich berücksichtigt. Wer weiß, vielleicht wird das nächste Jahr für die kleinen Schwimmtalente in Linz noch viel besser!

Weitere Informationen dazu finden Sie auf ORF OÖ.

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