Am Melferergut in Linz-St. Magdalena wird ab Mai ein ganz besonderes Angebot für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen: die Hippotherapie! Diese pferdgestützte Therapieform zielt darauf ab, die Entwicklung von Kindern mit Beeinträchtigungen zu unterstützen. Es wird ein Raum geschaffen, in dem die jungen Teilnehmer nicht nur körperlich gefordert werden, sondern auch positive Erfahrungen sammeln können. Das klingt doch nach einer echt wertvollen Initiative, oder?
Hippotherapie ist nicht nur ein schickes Wort, es ist eine fundierte, physiotherapeutische Behandlungsmethode, die auf neurophysiologischen Grundlagen basiert. Die Therapie nutzt die dreidimensionalen Schwingungen, die bei der Gangart des Pferdes entstehen. Das Ganze wirkt sich positiv auf den Körper aus, indem es unter anderem die Gleichgewichtsfähigkeit schult und die Koordination verbessert – und das alles bei einer Frequenz von 90 bis 110 Schwingungen pro Minute! Es ist also kein Zufall, dass die Nachfrage nach solchen Angeboten im Großraum Linz hoch ist.
Ein Team aus Profis
Das engagierte Team am Melferergut besteht aus einer erfahrenen Physiotherapeutin, einer Pferdeführerin und den Therapiepferden, die für diese Aufgabe geeignet sind. Letztere müssen nicht nur Nervenstärke, sondern auch eine gewisse Ausgeglichenheit mitbringen. Am Melferergut stehen gleich drei dieser besonderen Tiere bereit, um den Kindern und Jugendlichen zur Seite zu stehen. Die Therapie findet vorerst alle zwei Wochen am Dienstagvormittag statt – ein guter Rhythmus, um Fortschritte zu erkennen und die Motivation hochzuhalten.
Die Zielgruppe sind vor allem Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren, die mit neurologischen Erkrankungen oder Bewegungsstörungen zu kämpfen haben. Es ist spannend zu beobachten, wie diese Therapieform das Selbstvertrauen der Teilnehmer stärkt. Die Hippotherapie (DKThR)® zeigt, wie wichtig es ist, die Therapie individuell auf die Bedürfnisse der Patienten anzupassen – das ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Herzensangelegenheit. Hier wird also wirklich auf jeden einzelnen eingegangen!
Ein finanzielles Anliegen
Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Die Hippotherapie muss privat finanziert werden, da es am Melferergut keine Reithalle gibt und die Gesundheitskasse die Kosten nicht übernimmt. Pro Einheit fallen 95 Euro an. Romana Rocchetti, die Initiatorin dieser wertvollen Therapie, hofft deshalb auf Sponsoren, die helfen können, die laufenden Kosten zu decken. Es wäre doch schade, wenn so ein tolles Projekt aufgrund finanzieller Hürden ins Wanken gerät.
Die Termine für die ersten Einheiten stehen bereits fest: Am 12. und 26. Mai sowie am 9. und 23. Juni können interessierte Familien sich anmelden. Wer mehr wissen möchte oder direkt einen Platz reservieren möchte, erreicht das Team unter der Telefonnummer 0664 3593870 oder per E-Mail an office@melferergut.at.
Die Vorteile der Hippotherapie
Die Hippotherapie hat weitreichende positive Effekte: Von der Tonusregulierung über die funktionelle Mobilisation von Gelenken bis hin zur Verbesserung der Lungenfunktion ist alles dabei. Die Bewegungsimpulse, die die Pferde geben, helfen nicht nur bei der körperlichen Stabilisierung, sondern fördern auch die Motivation der Teilnehmer – besonders bei chronischen Erkrankungen. Das ist es doch, was man braucht, um wieder Freude an der Bewegung und am Leben zu finden!
Die Begegnung zwischen Mensch und Tier ist in der Hippotherapie von zentraler Bedeutung. Pferde spiegeln die Emotionen ihrer Menschen wider und schaffen ein Vertrauensverhältnis, das für viele Teilnehmer eine neue Dimension des Lernens und der Selbsthilfe eröffnet. Es ist einfach beeindruckend zu sehen, wie diese Therapieform die Sensomotorik stimuliert und den Patienten hilft, sich selbst besser zu verstehen und zu akzeptieren. Und das Beste daran? Reitkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Pferde sind so ausgebildet, dass sie auf Befehle hören – also keine Angst vor ungehorsamen Tieren!
Die Hippotherapie am Melferergut ist mehr als nur eine Therapieform. Sie ist ein Ort der Begegnung, des Wachstums und der Freude – ein Schritt in eine positive Richtung für viele Kinder und Jugendliche in Linz.