Heute, am 29. Mai 2026, heißt es in Oberösterreich wieder „Willkommen zur Langen Nacht der Kirchen“. Seit über 20 Jahren ist dieses Event ein fester Bestandteil des kirchlichen Veranstaltungskalenders. In diesem Jahr haben über 80 Kirchen, Kapellen und Begegnungsorte ihre Türen geöffnet, um die Menschen einzuladen, ein bisschen Mut und Miteinander zu erleben. Das Motto „MUTeinander“ – eine kreative Verbindung aus „Mut“ und „Miteinander“ – zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung.
Die Besucher:innen konnten sich auf ein beeindruckendes Programm freuen. Insgesamt wurden 330 Stunden bei mehr als 250 Veranstaltungen angeboten, was zu einer echten Fülle an Erlebnissen führte, darunter 120 Veranstaltungen in Linz allein. Da kann man schon mal ins Staunen geraten! Die Eröffnungsfeier im Mariendom war ein wahrhaft ökumenisches Fest, bei dem Vertreter verschiedener christlicher Kirchen zusammenkamen. Unter ihnen befand sich auch Diözesanbischof Manfred Scheuer, und musikalisch wurde die Vesper von Domkapellmeister Andreas Peterl an der Orgel wunderschön untermalt.
Ein Fest der Gemeinschaft
In den Fürbitten wurde um Mut für Frieden, Menschenwürde und Versöhnung gebetet – ein starkes Zeichen in einer manchmal herausfordernden Welt. Nach der Vesper gab es eine ökumenische Begegnung auf dem Linzer Hauptplatz. Bei dieser Gelegenheit konnten die Besucher:innen sich einen „Segen to go“ abholen. Das Wetter spielte mit, und die Stimmung war einfach großartig; die Menschen lachten und tauschten sich aus. Man spürte förmlich die Freude am Miteinander.
Eine weitere spannende Station war die Ikonen-Ausstellung im Bischofshof, die das gemeinsame Erbe der Kirchen thematisierte. Eine ganz besondere Note verlieh die ukrainisch-griechisch-katholische Gemeinde, die eine Andacht mit Gesängen in byzantinischer Tradition anbot. Für die kleinen Besucher:innen wurde der Mariendom am Nachmittag zum Kinderdom – ein tolles Programm für Familien, das mit Sicherheit viele strahlende Gesichter hervorrief.
Vielfalt der Veranstaltungen
In Steyr, wo ebenfalls zur Langen Nacht eingeladen wurde, gab es zehn Programmpunkte, die unter dem gleichen Motto „MUTeinander“ standen. Die Besucher waren eingeladen, Hoffnung zu spüren, Mut zu schöpfen und die Kirche neu zu erleben. Das Leitwort „Fasse Mut, steh auf!“ (Mk 10,49) hallte durch die Kirchen und motivierte die Anwesenden. Die Veranstaltungen umfassten feierliche Liturgie, moderne künstlerische Darbietungen und kontemplative Elemente, die alle dazu beitrugen, die Kirche als Raum der Kultur und Begegnung zu präsentieren.
Die musikalischen Darbietungen waren ein weiterer Höhepunkt. Von Chor- und Sologesang über Orgelmusik bis hin zu Folk – die Vielfalt war einfach beeindruckend. In anderen Städten Oberösterreichs, wie Ried im Innkreis und Vöcklabruck, fanden ebenfalls ökumenische Feiern und Aktivitäten statt, die das Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt weiter verstärkten. Es war eine Nacht, die ganz im Zeichen des Miteinanders stand.
Für alle, die mehr über das Event erfahren möchten: Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Webseite der Langen Nacht der Kirchen unter langenachtderkirchen.at. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen und vielleicht auch im nächsten Jahr Teil dieser wunderbaren Veranstaltung zu werden.