Am vergangenen Samstag, dem 30. Mai, verwandelte sich Linz in ein wahres Mekka für Radliebhaber. Rund 350 Teilnehmer fanden sich zur „Kidical Mass“ ein, einer Veranstaltung, die von der Radlobby Linz organisiert wurde. Die Straßen wurden von kleinen und großen Radfahrern bevölkert, die ihre Freude am Radfahren nicht nur zum Ausdruck bringen, sondern auch auf die dringende Notwendigkeit sicherer Radwege aufmerksam machen wollten. Ein fröhliches Treiben, das die Atmosphäre auflockerte und die Herzen der Teilnehmer höherschlagen ließ!
Mit einem klaren Fokus auf die Verbesserung der Infrastruktur forderten die Teilnehmer bessere Radwege, sichere Kreuzungen und ausreichend Radabstellanlagen, insbesondere vor Schulen. Thomas Hofer, der Sprecher der Radlobby Linz, machte deutlich, dass der Mut zur Veränderung von der Politik kommen müsse. Denn schließlich sind sichere Wege das A und O für mehr Radfahrer in Linz. Wer könnte da widersprechen?
Ein neues Highlight für die Kleinen
Doch die Freude am Radfahren hört hier nicht auf! Ein weiteres Event steht vor der Tür: Am Samstag, dem 24. Mai 2025, findet eine bunte Fahrradparade für Kinder in Linz statt. Diese ca. 5 km lange Fahrt startet um 14:30 Uhr im Volksgarten beim Musiktheater und führt zum Franck Kistl Fest, wo ein tolles Programm auf die Teilnehmer wartet. Mit Live-Musik und gratis Eis für die Kleinen (solange der Vorrat reicht!) wird ein unvergesslicher Tag versprochen.
Und das Beste daran? Die Polizei wird die Wege sichern, damit die Veranstaltung auf breiten Straßen stattfinden kann. Das bedeutet, dass sich die Eltern keine Sorgen machen müssen – wobei die Teilnahme auf eigene Gefahr erfolgt. Erwachsene ohne Kinder sind herzlich eingeladen, als OrdnerInnen mitzuhelfen. Eine tolle Gelegenheit, um aktiv zu werden und die Sicherheit der Kleinsten zu unterstützen!
Radfahren sicher und selbstständig lernen
Ein wichtiges Thema, das immer wieder angesprochen werden muss, ist die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr. Der ADAC rät, dass Kinder das Radfahren zunächst abseits des Verkehrs üben sollten. Erst ab einem Alter von etwa 8 Jahren können sie Gefahren im Straßenverkehr richtig einschätzen. Jüngere Kids haben oft noch nicht das nötige Seh- und Hörvermögen. Zudem müssen sie lernen, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig zu beurteilen. Die ersten Übungseinheiten sollten daher auf verkehrsfreien Plätzen stattfinden.
Ein weiterer Punkt: Die Fahrradprüfung in der 3. oder 4. Klasse ist wichtig, bevor Kinder allein im Straßenverkehr fahren dürfen. Eltern sollten sich regelmäßig mit ihren Kindern über die Verhaltensregeln austauschen. Und wie sieht’s mit Helmen aus? Ein absolutes Muss! Helme reduzieren die Schwere von Kopf- und Hirnverletzungen bei Unfällen, und das Tragen von heller Kleidung erhöht die Sichtbarkeit der Kleinen enorm.
Die richtige Größe des Fahrrads ist ebenfalls entscheidend. Hier gibt es klare Empfehlungen, die sich an der Körpergröße orientieren. Und wenn das Kind auf dem Gehweg radelt, dürfen die Eltern dabei begleiten – seit 2016 ist das erlaubt! Sicherheit geht schließlich vor, und alle Beteiligten sollten gut vorbereitet sein, um die Freude am Radfahren in vollen Zügen genießen zu können.