Heute ist der 29.05.2026 und Linz steht im Zeichen eines Bauprojekts, das für ordentlich Aufregung sorgt: das Donauparkstadion. Was ursprünglich mit einer Kostenkalkulation von nur 9 Millionen Euro begann, hat sich mittlerweile zu einem finanziellen Paukenschlag entwickelt. Aktuell liegen die Kosten bei satten 40 Millionen Euro, und Experten sprechen gar von einer Endsumme zwischen 44 und 60 Millionen Euro. Irgendwie hat da jemand nicht gut gerechnet, oder?
Die Verantwortlichen für Planung und Umsetzung sind die Donauparkstadiongesellschaft und die Immobilien Linz GmbH (ILG). Während die ILG die finale Summe von 44 Millionen Euro angibt, kommt der Rechnungshof (RH) auf 60 Millionen Euro – und das inklusive Grundstückskosten. Ein schöner Unterschied, der die Gemüter erhitzt!
Rückforderungen und rechtliche Hürden
Der Rechnungshof hat sich das Projekt im Rahmen einer Stichprobe angesehen und empfiehlt, mindestens eine Million Euro vom Generalunternehmer zurückzufordern. Dieser hat nämlich knapp 500.000 Euro mehr erhalten, als vertraglich vereinbart. Und das ist noch nicht alles – weitere 500.000 Euro könnten aufgrund gestiegener Baustahlkosten auf der Rechnung stehen. Doch die ILG warnt: Rückforderungen könnten rechtlich knifflig werden. Man fragt sich, ob das alles so einfach ist, wie es klingt.
Ein weiteres Problem ist, dass der Gemeinderat bei den Kostensteigerungen kaum eingebunden war. Genehmigte Beträge belaufen sich auf etwa 45 Millionen Euro, plus 8,5 Millionen Euro aus jährlichen Beschlüssen. Da wird einem ganz schwindelig, wenn man sich überlegt, wie viel Geld das alles kostet – und wo das hinfließt.
Die Namensdebatte
Und als ob das nicht genug wäre, steht auch noch eine Namensdebatte für das Stadion an. Der Vertrag für die Namensgebung läuft 2026 aus und die Stadt muss sich überlegen, wie es weitergeht. Wer weiß, vielleicht wird das Stadion bald nach einem berühmten Linzer benannt – oder es bleibt einfach bei Donauparkstadion, das klingt ja auch nicht schlecht.
Ein Blick auf die Ursachen
Großprojekte in der Bau- und Immobilienwirtschaft sind häufig von Budgetüberschreitungen und Verzögerungen betroffen. Schaut man sich ähnliche Baustellen in Deutschland an – denken wir an den Berliner Flughafen oder die Hamburger Elbphilharmonie – erkennt man, dass hier systemische Ursachen am Werk sind. Oft fehlen klare Projektdefinitionen und Zielsetzungen, was dazu führt, dass die Planungs- und Vorbereitungsphasen unterschätzt werden.
Politische und wirtschaftliche Einflussfaktoren können ebenfalls zu unerwarteten Kosten führen. Wenn dann noch die Vergabe nach dem niedrigsten Preis erfolgt, kann das schnell zu unrealistischen Angeboten führen. Ein Teufelskreis, der in Linz gerade besonders gut zu beobachten ist. Die Frage bleibt: Wie geht es weiter mit dem Donauparkstadion? Ein spannendes Thema, das sicher noch für einige Diskussionen sorgen wird.