Heute ist der 3.06.2026 und wir sind in Linz-Land, wo Tradition und Innovation in der Gastronomie Hand in Hand gehen. Ein ganz besonders spannendes Beispiel dafür ist der Gasthof Rahofer in Kronstorf. Ende Mai hatten wir die Gelegenheit, bei einem Betriebsbesuch von Frau in der Wirtschaft und Junge Wirtschaft Linz-Land dabei zu sein. Die Atmosphäre im Gasthof war geprägt von Geschichte und Gastronomie, und wir durften ein Kamingespräch mit Marie Rahofer-Reisetbauer führen, die den Familienbetrieb bereits in vierter Generation führt.
Der Gasthof Rahofer blickt auf eine beeindruckende Geschichte von über 500 Jahren zurück. Wenn man durch die Räume schlendert, spürt man die Geschichten, die in den Wänden stecken. Marie, die 2017 nach einigen Jahren internationaler Berufserfahrung zurückkehrte, erzählt begeistert von ihrer Rückkehr aufs Land. „Es war anfangs eine Umstellung“, gibt sie offen zu. Das Stadtleben hinter sich zu lassen, war nicht immer einfach, doch die Liebe zur Tradition und die Wichtigkeit, das Haus so zu lassen, wie es war, treiben sie an. „Das Haus so zu lassen, wie es war“, ist nicht nur ein Motto, das ist für sie eine Herzensangelegenheit.
Herausforderungen und familiärer Rückhalt
Die Übernahme des Betriebs war ursprünglich nicht geplant. Marie schätzte die Freiheit, die sie von ihren Eltern hatte, und es war ihnen wichtig, keinen Druck auf sie auszuüben. Das ist eine der Stärken der Familie Rahofer: der familiäre Rückhalt. Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Gastronomie kämpft mit Personalmangel, die Corona-Pandemie hat den Betrieb stark getroffen, und die Vereinbarkeit von Unternehmertum und Familie ist ein täglicher Balanceakt. Marie hat bis zum letzten Tag vor der Geburt ihres Kindes gearbeitet – das zeigt, wie leidenschaftlich sie für ihren Betrieb einsteht.
Die Teilnehmer des Kamingesprächs erhielten nicht nur Einblicke in die Führung eines regionalen Familienbetriebs, sondern auch in die Herausforderungen, die mit Tradition und Innovation einhergehen. Der Austausch über die persönliche Einsatzbereitschaft und die Bedeutung von familiärem Rückhalt waren zentrale Themen, die bei allen Anwesenden Anklang fanden. Hier wird nicht nur gekocht, hier wird Geschichte gelebt. Marie Rahofer-Reisetbauer ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit Herz und Verstand eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen kann.