Am 22. Mai 2026 wurde im Gasthof Luger in St. Marien ein bedeutender Schritt für die Landwirtschaft in Linz-Land und Linz-Stadt beschlossen. Der Bauernbund hat nicht nur die Weichen für die Zukunft gestellt, sondern auch die personellen Entscheidungen getroffen, die sicherlich für Gesprächsstoff sorgen werden. Ingrid Guger-Waldenhofer aus St. Marien wurde einstimmig zur neuen Bezirksbäuerin gewählt. Ein toller Erfolg! Gleichzeitig wurde Johannes Gruber aus Niederneukirchen mit 100 Prozent der Stimmen als Bezirksobmann bestätigt. Das zeigt, dass die Mitglieder ein starkes Vertrauen in ihre Führung haben.
Der Abschied von Michaela Sommer, die sechs Jahre lang als Bezirksbäuerin tätig war, war ein emotionaler Moment. Ihr unermüdlicher Einsatz für die Anliegen der Bäuerinnen und die Stärkung des ländlichen Raums wurde bei dieser Wahl gebührend gewürdigt. Es war eine Feier des Engagements und ein Ausblick auf das, was kommt. Hannes Mayrhofer wurde als erster Bezirksobmann-Stellvertreter gewählt, und die Veranstaltung fand im Beisein zahlreicher Ehrengäste, darunter Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Landesbäuerin Johanna Haider, statt. Das alles unter der Leitung von Bauernbund-Direktor Wolfgang Wallner, der dafür sorgte, dass die Wahl in einem positiven und konstruktiven Rahmen verlief.
Die neue Führungsriege und ihre Herausforderungen
In ihrer ersten Rede betonte Ingrid Guger-Waldenhofer die Wichtigkeit des Dialogs zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Ein Thema, das nicht nur in Linz-Land, sondern in ganz Österreich von Bedeutung ist. Johannes Gruber hob in seiner Ansprache die Notwendigkeit von Zusammenhalt und klaren Zielen in der Landwirtschaft hervor. Die Herausforderungen, die in der Landwirtschaft und der Tierhaltung bestehen, sind vielfältig, und Gruber sprach die Notwendigkeit gemeinsamer Lösungen an. Das zeigt, dass die neue Führungsriege bereit ist, sich diesen Herausforderungen zu stellen und die Landwirtschaft weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Vorstellung der Kandidaten für die Landwirtschaftskammerwahl im Januar 2027. Hier zeigt sich, dass der Bauernbund Linz-Land/Stadt nicht nur mit einem neuen Team, sondern auch mit klaren Schwerpunkten in die kommende Funktionsperiode startet. Man darf gespannt sein, in welche Richtung sich die Landwirtschaft in der Region entwickeln wird.
Frauen in der Landwirtschaft: Ein starkes Fundament
In Österreich leiten bereits mehr als 36 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe Frauen – das sind rund 36.000 Höfe! Beeindruckend, oder? In Salzburg und Oberösterreich sind es sogar 42 Prozent. Und der Anteil der Betriebsleiterinnen steigt mit dem Alter. Komischerweise übernehmen junge Frauen seltener und später im Leben einen Familienbetrieb als Männer. Ein Thema, das sicherlich auch bei den neuen Führungskräften auf der Agenda steht. Bäuerinnen sind nicht nur in der Landwirtschaft aktiv, sondern engagieren sich auch in Bereichen wie Direktvermarktung, Tourismus und Bildungsangeboten.
Wussten Sie, dass rund 330 Frauen als Seminarbäuerinnen aktiv sind und jährlich etwa 20.000 Bildungsveranstaltungen durchführen? Diese Veranstaltungen erreichen etwa 500.000 Konsumentinnen und Konsumenten. Das zeigt, wie wichtig der Beitrag der Frauen zur Stärkung der Landwirtschaft ist. Auch das Programm „Schule am Bauernhof“ wird zu 77 Prozent von Bäuerinnen durchgeführt. Doch trotz dieser Erfolge sind traditionelle Geschlechterrollen in der Landwirtschaft weiterhin stark vertreten. Strukturelle Benachteiligungen, wie unbezahlte Arbeit und Betreuungspflichten, sind nach wie vor ein Thema.
Die neue Bezirksbäuerin Ingrid Guger-Waldenhofer und ihr Team stehen somit vor der Herausforderung, diese Themen anzugehen und die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft weiter zu stärken. Eine Kommunikationsinitiative des Landwirtschaftsministeriums und der LK Bäuerinnen soll dabei helfen, Frauen in der Landwirtschaft ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026 wird die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft besonders hervorgehoben.