Am 25. Juni 2026 war es endlich soweit: Die 4b der Volksschule Kremsmünster-Markt feierte ihre erste Vernissage unter dem Titel „Tinas Talente“. Ein Ereignis, das nicht nur die kleinen Künstler stolz machte, sondern auch die gesamte Gemeinde in seinen Bann zog. Die Ausstellung, die im Rahmen eines einjährigen Schulprojekts mit der talentierten Künstlerin Tina Kofler entstand, war ein echtes Highlight im ABC-Countdown der Schule – und das vor den Sommerferien!

Eine Vernissage ist ja immer etwas Besonderes, aber diese hatte einen ganz eigenen Charme. Die Klassenlehrerin Michaela Breitwieser hatte mit ihren Schützlingen ein Projekt ins Leben gerufen, das die Kinder nicht nur künstlerisch herausforderte, sondern ihnen auch die Möglichkeit gab, ihre Wurzeln und die Geschichte ihrer Gemeinde zu erkunden. Wer könnte da nicht ins Schwärmen geraten? Die Schüler präsentierten stolz ihre Kunstwerke, erklärten, wie sie zu ihren Motiven und Materialien kamen – und das Publikum war ganz Ohr.

Ein Blick auf Tina Kofler

Tina Kofler, auch bekannt als Albertina Kofler, wurde am 19. April 1872 in Eppan geboren und lebte viele Jahre in Kremsmünster. Ihre Leidenschaft für die Kunst führte sie über die Kunstschule in Wien und die Frauenakademie in München, wo sie bei Heinrich Knirr lernte. Nach ihrer Heirat mit dem Apotheker Josef Kofler ließ sie sich in Kremsmünster nieder und hinterließ ein beeindruckendes künstlerisches Erbe. Ihre Werke fanden nicht nur in Kremsmünster, sondern auch in der Wiener Sezession und in bedeutenden Ausstellungen in München und Dresden ihren Platz.

Die Schüler hatten im Projekt nicht nur die Kunstwerke Koflers studiert, sondern auch ihre Lebensgeschichte erkundet und wichtige Stationen ihres Lebens in Kremsmünster besucht. Die Verbindung zwischen den Kindern und ihrer Gemeinde wurde durch dieses Projekt nachhaltig gestärkt. Ein Schüler hatte sogar die kreative Idee, Straßen nach Kofler zu benennen – wie wäre es mit „Koflerteich“ und „Koflergasse“?

Ein Fest für die Sinne

Die Vernissage selbst wurde von der Lehrerin Anna Pichler mit musikalischen Klängen eröffnet, und die Atmosphäre war einfach überwältigend. Die Schüler trugen stolz ihre Werke vor, und man konnte förmlich die Begeisterung und den Stolz spüren. Irmi Lichtenauer, eine Verwandte von Tina Kofler, brachte ein Originalbild zur Vernissage mit – ein berührender Moment, der die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart sichtbar machte.

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Das Projekt wurde übrigens vom Bundesministerium für Bildung im Rahmen von „culture connected“ gefördert. Ziel war es, den Kindern regionale Kultur und Künstler näherzubringen und sie dazu zu inspirieren, ihre eigene Kreativität auszuleben. Und das hat es auf jeden Fall geschafft! Am Ende des Abends wurde ein Video gezeigt, das den einjährigen Prozess dokumentierte und die Entwicklung der Schüler eindrucksvoll zusammenfasste.

Die Vernissage war nicht nur eine Feier der Kunst, sondern auch ein Zeichen dafür, wie wichtig es ist, die Geschichte und Kultur der eigenen Gemeinde zu würdigen. Ein großes Lob an alle Beteiligten, die dieses wunderbare Projekt möglich gemacht haben! Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen auch in Zukunft viele junge Talente inspirieren werden.

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