In Kirchdorf an der Krems tut sich was! Das Bauprojekt des neuen Pfarrzentrums nimmt immer mehr Gestalt an. Mitte April 2023 wurde der Baukran, der mehr als ein Jahr lang das Areal prägte, abgebaut. Ein echtes Zeichen des Fortschritts! Nun konzentrieren sich die Arbeiten auf das Innenleben des Gebäudes, und es bleibt spannend, denn die Eröffnung ist für Ostern 2027 geplant.
Die Handwerker sind seit Jahresbeginn fleißig dabei, Leitungen für Elektronik, Heizung und Sanitäranlagen zu installieren. Im Februar wurde der Trockenbau abgeschlossen und im März die Schüttungen aufgetragen. Allerdings haben die kühlen Temperaturen rund um Ostern den Fortschritt etwas ausgebremst – die Fußbodenheizung wollte einfach nicht richtig trocknen. Aber keine Sorge, der Mai steht ganz im Zeichen des Ausheizens!
Ein Blick hinter die Kulissen
Das Projekt stellt eine besondere Herausforderung dar, denn die Sanierung ist ein Langzeitprojekt, das viel ehrenamtliches Engagement erfordert. Die Anforderungen des Denkmalschutzes sind nicht zu unterschätzen. So sind Veränderungen an der Hauptfassade nicht möglich, und alte Türen müssen erhalten bleiben. Im obersten Geschoss entstehen Gruppenräume sowie ein Saal für den Kirchenchor und diverse Veranstaltungen. Dort oben wird man sogar einen herrlichen Ausblick auf die Kremsmauer genießen können!
Doch auch die mittlere Etage hat ihre Besonderheiten. Dort werden Büros untergebracht, und ab dem 1. Januar 2024 wird hier die neue Pfarre gegründet. Die sichtbaren Veränderungen an der Außenhülle sind ebenfalls spannend: Eine neue Fluchtstiege führt von der mittleren Etage nach unten. Das Erdgeschoss wird den „Raum der Begegnung“ beherbergen, der mit einer Küche, einer Bar und Tischen ausgestattet wird – der Ort, an dem sich die Dorfbewohner wohlfühlen und zusammenkommen können. Dieser Raum hat dabei oberste Priorität für die Eröffnung!
Sanierung des Pfarrhofs
Aber das ist noch nicht alles! Am Osterdienstag haben die Sanierungsarbeiten im Kirchdorfer Pfarrhof begonnen. Ziel ist es, das historische Gebäude nicht nur zu erhalten, sondern auch zeitgemäß nutzbar zu machen. Der Pfarrhof wird künftig als Pfarrheim und Verwaltung in unmittelbarer Nähe zur Kirche fungieren. Die Baumaßnahmen umfassen das Drainagieren und Trockenlegen des Gebäudes sowie die Erneuerung der Wasser- und Elektroleitungen.
Außerdem werden neue Sanitäranlagen eingebaut und denkmalgeschützte Bauteile restauriert. Ein Lift wird installiert, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, und die Tageslichtverhältnisse im Gebäude werden verbessert. Der neue Raumkonzept sieht vor, dass das Erdgeschoss für Veranstaltungen und Pfarrcafés genutzt wird, während im ersten Stock Büros, ein Besprechungsraum und ein Sozialraum Platz finden. Im zweiten Stock entstehen dann der Pfarrsaal und zwei verbundene Gruppenräume. Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich auf stolze 2,2 Millionen Euro.
Einladung zur Mithilfe
Wer sich aktiv einbringen möchte, hat die Möglichkeit, jeden Freitag um 14 Uhr zur „Freitagsrunde“ zu kommen. Hier kann man bei den Arbeiten mithelfen! Und wenn jemand das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann er dies durch Spenden an die Pfarre oder das Bundesdenkmalamt tun. Denn was hier entsteht, ist nicht nur ein neuer Raum, sondern ein Ort der Gemeinschaft.
Es ist wichtig zu wissen, dass bei denkmalgeschützten Objekten gemäß § 5 Denkmalschutzgesetz eine Bewilligung des Bundesdenkmalamtes für Veränderungen notwendig ist. Diese Regelung stellt sicher, dass die historischen Werte des Gebäudes bewahrt werden. Vor der Antragstellung sollte daher frühzeitig Kontakt mit dem zuständigen Landeskonservatorat aufgenommen werden. Das sorgt dafür, dass alles planmäßig und rechtlich einwandfrei abläuft.
In Kirchdorf an der Krems wird also mit viel Herzblut an einem Projekt gearbeitet, das nicht nur die bauliche Infrastruktur verbessert, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner stärkt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Pfarrzentrum weiter entwickelt und welche Geschichten dort in Zukunft erzählt werden!