In Kremsmünster hat sich in den letzten Monaten viel getan. Das Hochregallager von Greiner Bio-One wurde neu gestaltet – und das mit einem stattlichen Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro. Nach acht Monaten harter Arbeit, während derer die Produktion ununterbrochen weiterlief, ist das Umbauprojekt nun abgeschlossen. Ein echtes Meisterwerk der Planung, denn während dieser Zeit waren Teile der Fördertechnik und Lagerkapazität zeitweise außer Betrieb. Man kann sich gut vorstellen, wie es da drinnen zugegangen ist! Materialtransporte wurden interimistisch sogar manuell abgewickelt, was sicher nicht ganz einfach war. Doch das Team hat es geschafft, die Versorgung dank eines cleveren Interimskonzepts mit Shuttletransporten zwischen externem Außenlager und der Produktion aufrechtzuerhalten. In Spitzenzeiten waren bis zu neun Rundkurse pro Tag nötig – das ist schon eine beeindruckende Logistik!

Peter Starl, der Managing Director, zeigt sich begeistert über den Erfolg des Projekts und hebt die Teamleistung hervor. Auch Patrick Schmidinger, Director Supply Chain Management, betont die Bedeutung dieser Modernisierung für die zukünftige Entwicklung des Standortes. Die Performance des Hochregallagers wurde durch die Modernisierung gleich mal verdoppelt. Das ist nicht nur ein kleiner Schritt, sondern ein großer Sprung nach vorne für Greiner Bio-One, das sich auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Kunststoffprodukten für den Laborbedarf spezialisiert hat.

Wachstum durch Innovation

Mit 2.651 Mitarbeitenden und 28 Standorten ist Greiner Bio-One ein bedeutender Player in der Branche – und die Zahlen sprechen für sich: Ein Umsatz von 637 Millionen Euro wird für 2025 angestrebt. Aber das Unternehmen schaut nicht nur auf die Zahlen, sondern investiert auch kräftig in die Zukunft. In Frickenhausen wird derzeit ein umfassendes Infrastrukturprojekt vorangetrieben, das zusätzliche Flächen für Produktion und Logistik schaffen soll. Ziel ist es, den Umsatz auf beeindruckende 130 Millionen Euro in den kommenden Jahren zu steigern. Man merkt, hier wird nicht nur reagiert, sondern aktiv gestaltet!

Hochregallager sind eine wahre Wunderwaffe für die Logistik. Sie bieten nicht nur optimale Raumnutzung, sondern steigern auch die Effizienz und reduzieren Kosten. Mit Regalen ab 12 Metern Höhe und mehreren tausend Paletten-Lagerplätzen ist der Platzmangel in modernen Unternehmen ein Thema von gestern. Wenn man sich überlegt, dass beispielsweise das Kaufland-Logistikzentrum in Donnersdorf Platz für 24.800 Paletten bietet und 160 Paletten pro Stunde ein- und ausgelagert werden können, wird einem klar, wie wichtig solche Entwicklungen sind. Die Automatisierung spielt dabei eine große Rolle: Roboter und computergesteuerte Systeme übernehmen viele Lagerprozesse, was die Effizienz weiter steigert. Das ist nicht nur für die Unternehmen von Vorteil, sondern auch für die Umwelt – durch optimierte Logistikprozesse werden Transportkilometer und CO₂-Ausstoß erheblich reduziert.

Die Investitionen in moderne Hochregallager sind zwar hoch, jedoch rechtfertigen die langfristigen Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen diese Ausgaben. Unternehmen wie Daimler, Beiersdorf und Porsche setzen hier Maßstäbe, und auch Greiner Bio-One zeigt, dass man mit Mut zur Investition und einem klaren Blick in die Zukunft viel erreichen kann. Die Herausforderung ist groß, die Belohnung jedoch ebenso – und in Kremsmünster hat man das eindrucksvoll demonstriert.

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