Heute ist der 7.05.2026 und in Kirchdorf an der Krems brodelt es. Die Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung in Oberösterreich hat einen Tiefpunkt erreicht. Ein Blick auf die neuesten Umfragen der Arbeiterkammer zeigt, dass die Mitglieder in Steyr, Steyr-Land und Kirchdorf sich mehr als nur unwohl fühlen. Der AK-Präsident Andreas Stangl hat kürzlich berichtet, dass nur 35 Prozent der Befragten mit unserem Gesundheitssystem zufrieden sind – das sind fünf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Ein Rückgang, der für viele besorgniserregend ist.

Wenn man sich die Zahlen näher anschaut, wird einem ganz anders. 33 Prozent der Befragten sind wenig bis gar nicht zufrieden. Das ist nicht bloß eine kleine Unannehmlichkeit; das sind echte Sorgen, die sich in den Gesprächen der Menschen widerspiegeln. Besonders auffällig ist, dass 64 Prozent der Befragten sich stark oder sehr stark durch lange Wartezeiten auf Termine bei Fachärzten belastet fühlen. Und das ist nicht alles – 53 Prozent haben keinen Termin erhalten, weil keine neuen Patienten aufgenommen werden. Kaum zu fassen, oder?

Die Schattenseiten des Systems

Ein weiteres, drängendes Problem sind die langen Wartezeiten auf Operationen. Ganze 58 Prozent mussten länger als drei Monate auf einen Eingriff warten, und 29 Prozent haben nicht einmal einen Termin in einer Kassenordination bekommen. Das lässt viele Menschen in der Region aufhorchen. Es ist nicht nur eine Frage des Wohlbefindens, sondern auch eine wirtschaftliche. Immer mehr greifen auf teure Wahl- und Privatärzte zurück, um sich die dringend benötigte Behandlung zu sichern. Das wird für viele, insbesondere chronisch Kranke, zu einer finanziellen Belastung, die einfach nicht tragbar ist.

Stangl fordert daher ein Umdenken. Eine gerechte, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Oberösterreich ist nötig. Es kann nicht sein, dass das Gesundheitssystem zu einer finanziellen Frage wird. Das betrifft nicht nur die Patienten, sondern auch die Familien, die oft in der Schieflage sind, wenn es um die Kosten für medizinische Behandlungen geht.

Die Situation ist nicht nur lokal spürbar. Im gesamten Bundesland sind ähnliche Stimmen zu hören. Menschen sind frustriert und fühlen sich im Stich gelassen. Der Druck auf die Versorgungsstellen wächst, und man fragt sich, wie lange das noch gut gehen kann. Es ist an der Zeit, dass die Verantwortlichen handeln und die Sorgen der Bürger ernst nehmen. Die Menschen haben ein Recht auf eine angemessene Gesundheitsversorgung, ohne dass sie dafür in die Tasche greifen müssen.

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