In Oberösterreich tut sich was auf den Schienen! Die ÖBB haben den Baustart für die Elektrifizierung der Innkreisbahn verkündet, und das ist ein echter Grund zur Freude. Zukünftig werden die Züge auf dieser Strecke mit 100% grünem Bahnstrom fahren können. Das bedeutet nicht nur einen Schritt in die richtige Richtung für den Klimaschutz, sondern auch mehr Komfort für die Fahrgäste. Die Elektrifizierung der rund 55 Kilometer langen Strecke ist bis Ende 2029 geplant und umfasst die Errichtung von etwa 1.200 Oberleitungsmasten sowie 68 Kilometer Fahrdraht. Zudem wird ein neuer Schaltposten und ein Unterwerk gebaut, um die nötige Infrastruktur zu schaffen.

Die Investition von 87,3 Millionen Euro in dieses Projekt ist ein klares Bekenntnis zur Attraktivierung der Innkreisbahn. Ab Ende 2029 können moderne elektrische Züge eingesetzt werden, die nicht nur umweltfreundlicher sind, sondern auch für eine bessere Fahrplanstabilität sorgen. Der Bahnhof Ried im Innkreis wird bis 2029 zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe umgebaut, mit einem neuen Bahnhofsgebäude und optimierten Zugängen. Auch die Unterführung an der „Eberschwanger Straße“ wird verbreitert, damit Radfahrer und Fußgänger mehr Platz haben.

Fortschritt durch Technologie

Die Elektrifizierung ist Teil eines umfassenden Konzeptes, das auch den Umbau des Bahnhofs Ried im Innkreis umfasst. Fünf neue elektronische Stellwerke (ESTW) werden ab Mitte 2026 installiert, die für eine automatische Steuerung des Bahnbetriebs sorgen. Dies geschieht größtenteils bei laufendem Betrieb und nachts, wobei die ÖBB während der Bauarbeiten Schienenersatzverkehr anbieten. Bereits jetzt ist die Elektrifizierung der Mattigtalbahn im Bau, mit den ersten elektrischen Zügen, die ab Ende 2027 verkehren sollen.

Die ÖBB haben seit 2018 den Betrieb auf 100% grünen Bahnstrom aus erneuerbaren Quellen umgestellt. Alle Anlagen, einschließlich Bahnhöfe und Werkstätten, werden seit 2019 mit Grünstrom betrieben, und mit 144 Solaranlagen sowie 9 Wasserkraftwerken setzen die ÖBB verstärkt auf nachhaltige Energie. 2022 kam sogar das weltweit erste Windrad für Bahnstrom in Betrieb. Diese Entwicklungen zeigen, dass die ÖBB nicht nur die Bahn elektrifizieren, sondern auch aktiv zur Energiewende beitragen.

Alternativen für eine grüne Zukunft

Doch nicht nur die Elektrifizierung spielt eine Rolle. Im Rahmen einer technologieoffenen Förderung verfolgt das Ministerium ambitionierte Klimaziele im Schienenverkehr. Züge mit alternativen Antrieben sollen helfen, Emissionen im Dieselverkehr zu reduzieren, besonders auf Strecken, die nicht wirtschaftlich elektrifiziert werden können. Beispielsweise können elektrische Triebzüge mit Batterien bis zu 80 Kilometer ohne Fahrdraht fahren. Diese innovativen Lösungen könnten den vollelektrischen Betrieb ermöglichen, ohne das gesamte Netz elektrifizieren zu müssen.

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Das Ministerium unterstützt Entwicklungsprojekte, die auf wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge und batterieelektrische Züge abzielen. Diese Technologien gelten als klimaneutral, wenn der Fahrstrom oder Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen stammt. Ein neuer Titel im Haushalt zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr zeigt, dass die Zukunft der Mobilität in Österreich nicht nur elektrisch, sondern auch innovativ gedacht wird.

Insgesamt ist die Elektrifizierung der Innkreisbahn ein bedeutender Schritt in die Zukunft, der nicht nur den Schienenverkehr in Oberösterreich auf ein neues Level heben wird, sondern auch den Weg für eine nachhaltige Mobilität ebnet. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Entwicklungen in den kommenden Jahren entfalten werden!