INN Fluss: Kunst verbindet Kulturen am Wasser
Inmitten der malerischen Kulisse Oberösterreichs wird der Inn nicht nur als Lebensader, sondern auch als kreatives Band zwischen Ländern und Künstlern gefeiert. Die Ausstellung mit dem Titel „INN Fluss“ in der Rathaus-Galerie in Neuhaus am Inn hat sich diesem faszinierenden Thema verschrieben. Hier zeigen 15 Künstlerinnen und Künstler eine beeindruckende Vielfalt an Werken, die den Fluss und seine kulturellen Verbindungen thematisieren. Die Vernissage am 6. Mai war bereits ein echter Höhepunkt – der Bürgermeister von Neuhaus, Stephan Dorn, sprach über die essentielle Rolle der Kunst, um den Dialog und die Offenheit zwischen den Menschen zu fördern. Bei Sekt und Schnittchen kamen rund 50 Gäste zusammen, darunter auch Schärdings Bürgermeister Günter Streicher und die ausstellenden Künstler.
Unter den kreativen Köpfen, die ihre Arbeiten präsentieren, finden sich so unterschiedliche Talente wie Susanne Beurer, die mit ihren Tierplastiken Empathie und menschliche Wahrnehmung thematisiert. Da ist auch Michael Zitzelsberger, der nach einer Karriere als Chirurg den Pinsel schwingt und sich in seinen Skulpturen mit brennenden Themen wie dem Klimawandel und der Rolle der Frau auseinandersetzt. Dominik Dengl, ein erfahrener Künstler, der seit über 40 Jahren im Geschäft ist, bringt seine figürlichen Kompositionen aus Bronze, Holz und Stein in den öffentlichen Raum, während Erni Brendtner, eine freischaffende Künstlerin aus Burghausen, zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit pendelt.
Künstlerische Vielfalt am Inn
Die Ausstellung läuft bis zum 31. Juli und ist Teil einer größeren Serie von 20 Ausstellungen, die unter dem Motto „VerbINNdungen“ stehen. Diese Reihe soll bis Oktober 2026 in verschiedenen Landkreisen durchgeführt werden und versucht, die gemeinsame Geschichte lebendig zu machen. Der Inn fungiert dabei als roter Faden, der die Region kulturell verbindet. Die Werke von Künstlern wie Elisabeth Hartwig, die mit ihren Ölbildern von Landschaften und Blumenmotiven begeistert, oder Anton Weinast, der seit 2018 im Selbststudium malt und sich auf Stillleben und realistische Landschaften spezialisiert hat, zeugen von dieser bunten künstlerischen Palette.
Doch das ist noch nicht alles! Stephan Unterberger experimentiert seit 2017 mit Beton und anderen Materialien, was seinen Werken eine einzigartige Note verleiht. Die Galerie ist ein wahres Schaufenster der Kreativität, das die Verbindung zwischen Oberösterreich und Südostbayern lebendig macht. Ein weiteres Highlight ist die Installation vor dem Rathaus von Dr. Josef Sommer mit der eindringlichen Aufschrift „Alles ist im Fluss“, die die Dynamik und Veränderlichkeit des Lebens symbolisiert.
Ein Blick in die Zukunft
Parallel zur Ausstellung gibt es auch historische Hochwasser-Fotos in der ehemaligen Klosterkirche der Maria-Ward-Realschule zu sehen, die von Montag bis Freitag geöffnet ist. Diese Bilder erzählen von den Herausforderungen, die die Region über die Jahre hinweg geprägt haben. Es ist ein faszinierendes Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart, das die Besucher zum Nachdenken anregt.
Und während der Inn als „Autobahn“ des Mittelalters bezeichnet wurde, sind es heute die Geschichten und Erlebnisse der Menschen, die diesen Fluss zum Leben erwecken. Projekte wie das digitale Ausstellungsprojekt „Grenze neu gedacht“ zeigen, wie wichtig es ist, die Lebensrealitäten in der bayerisch-böhmischen Grenzregion zu beleuchten und die Verbindungen zwischen den Menschen zu stärken. Es wird ein eindrucksvoller Fokus auf die persönlichen Perspektiven und Erfahrungen der Bevölkerung gelegt, um ein Gefühl der Gemeinschaft zu fördern.
Die Ausstellung „INN Fluss“ lädt alle ein, sich auf eine künstlerische Reise entlang des Inns zu begeben. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch von 17:00 bis 19:00 Uhr und Sonntag von 14:30 bis 17:00 Uhr. Wer die Chance hat, sollte sich dieses kulturelle Erlebnis nicht entgehen lassen!
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