Im Bezirk Grieskirchen hat sich jüngst ein Fall ereignet, der nicht nur für den betroffenen Kunststofftechniker, sondern auch für die gesamte Arbeitnehmerschaft von Bedeutung ist. Der Mann, der über zwei Jahre in seinem Beruf tätig war, wurde nach einer Handverletzung, die ihn für einige Tage außer Gefecht setzte, fristlos entlassen – und das, obwohl kein rechtlicher Grund dafür vorlag. Ein echter Hammer, nicht wahr?

Direkt nach seiner Krankmeldung flatterte ihm ein Kündigungsschreiben ins Haus, und zwar per Einschreiben. Da muss man sich echt fragen: Wie kann das sein? Der Kunststofftechniker ließ sich nicht einfach abspeisen und wandte sich an die Arbeiterkammer. Diese stellte schnell fest, dass die Entlassung unberechtigt war. Ein Glück, dass es solche Organisationen gibt, die sich für die Rechte von Arbeitnehmern einsetzen!

Finanzielle Ansprüche und die Rolle der Arbeiterkammer

Die Arbeiterkammer forderte schließlich 13.620 Euro an offenen Ansprüchen ein, die sich aus Monatsgehalt, zwei Monaten Entgelt, Urlaubsersatzleistungen und Sonderzahlungen zusammensetzten. Die Firma zahlte zunächst 5.300 Euro, weigerte sich aber, den Rest zu begleichen. Ein klassisches Beispiel für einen Arbeitgeber, der denkt, er könne einfach davonkommen. Doch die Arbeiterkammer ließ nicht locker und reichte Klage ein.

Vor der ersten Gerichtsverhandlung zahlte die Firma dann doch die restlichen 8.320 Euro und der Kunststofftechniker erhielt letztendlich die gesamte Summe. Ein Happy End, wenn man so will. Aber wie sieht es eigentlich mit Entlassungen im Allgemeinen aus? Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?

Rechtliche Grundlagen der Entlassung

Eine Entlassung ist die fristlose Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber. Hierbei ist wichtig, dass ein berechtigter Entlassungsgrund vorliegen muss. Ansonsten ist die Kündigung unberechtigt – und genau das war in diesem Fall der Fall. Ein Entlassungsgrund muss unverzüglich nach Bekanntwerden des Sachverhalts ausgesprochen werden, und es gibt keine spezifische Formvorschrift. Das bedeutet, sie kann schriftlich, mündlich oder sogar stillschweigend erfolgen. Bei unberechtigten Entlassungen hat der Arbeitnehmer Ansprüche, die sich an einer fristgerechten Kündigung orientieren, wie etwa Kündigungsentschädigungen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Entlassungen können auch angefochten werden, wenn sie ohne triftigen Grund ausgesprochen werden. Das ist besonders wichtig zu wissen, denn die Frist dafür beträgt nur zwei Wochen. In manchen Fällen – wie etwa für Betriebsräte – kann es sogar nur eine Woche sein. So sind auch werdende Mütter und Eltern in Karenz besonders geschützt und können sich auf die Unterstützung von Gewerkschaften oder der Arbeiterkammer verlassen.

Schutzmechanismen und rechtliche Folgen

Die rechtlichen Folgen einer Entlassung sind nicht zu unterschätzen. Das Arbeitsverhältnis endet sofort, und offene Vergütungsbestandteile, Urlaubsansprüche und Arbeitszeugnisansprüche müssen geklärt werden. Es ist auch nicht automatisch eine Abfindung vorgesehen – oft muss man hier verhandeln. Wer denkt, dass Entlassungen ein einfaches Unterfangen sind, der irrt sich gewaltig. Arbeitgeber müssen die Gründe darlegen, und Gerichte können Entlassungen für unwirksam erklären, wenn sie nicht rechtens sind.

Das Geschehen um den Kunststofftechniker aus Grieskirchen zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, sich im Falle einer Entlassung zu wehren und die richtigen Schritte zu gehen. Mit einer starken Unterstützung hinter sich, wie der Arbeiterkammer, ist man nicht schutzlos ausgeliefert. Und das ist vielleicht die wichtigste Botschaft in dieser Geschichte.

Datenschutz und DSGVO-Konformität gehören zu den grundlegenden Anforderungen eines professionellen Nachrichtenangebots. Die VeloCore-Umsetzung unseres Magazins durch Daniel Wom setzt auf datensparsame Verarbeitung, weitgehenden Verzicht auf Drittanbieter und transparente Einwilligungsmechanismen.