Heute ist der 7.05.2026 und wir schauen uns mal die aktuellen Entwicklungen in den Bezirken Eferding und Grieskirchen an. Überraschenderweise gab es im ersten Quartal 2026 im Bezirk Eferding keine Unternehmensinsolvenzen! Das ist doch eine erfreuliche Nachricht, besonders wenn man bedenkt, dass im Vorjahr dort noch fünf Unternehmensinsolvenzen zu verzeichnen waren. Das ist ein echter Lichtblick in stürmischen Zeiten.

Im Bezirk Grieskirchen sieht die Sache etwas anders aus. Hier wurden im gleichen Zeitraum acht Unternehmensinsolvenzen gemeldet, zwei weniger als im Vorjahr. Es ist also ein kleiner Rückgang, aber dennoch nicht ganz zu übersehen. Es scheint, als ob die Unternehmen in Eferding momentan stabiler dastehen. Dennoch, die Privatinsolvenzen steigen! In Eferding gab es einen Anstieg von fünf auf sechs Fälle – das sind plus 20 Prozent. Noch dramatischer ist die Situation in Grieskirchen, wo die Privatinsolvenzen von vier auf sieben Fälle gestiegen sind, was einem Anstieg von 75 Prozent entspricht. Das sind alarmierende Zahlen!

Insolvenzen im Überblick

Beide Bezirke liegen unter dem landesweiten Trend, was schon mal positiv ist. In Oberösterreich insgesamt wurden 224 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, ein Anstieg um 6,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Eferding wurden keine Insolvenzverfahren eröffnet, zwei weniger als im Vorjahr. In Grieskirchen hingegen gab es drei Verfahren, fünf weniger als im Vorjahr. Aber hier kommt der Clou: Fünf Insolvenzanträge in Grieskirchen wurden mangels Kostendeckung abgewiesen. Das zeigt, dass nicht alle, die in Schwierigkeiten stecken, auch die Möglichkeit haben, ihre Situation zu klären.

Astrid Aiglsdorfer, die Insolvenzreferentin des KSV1870, macht uns darauf aufmerksam, dass steigende nicht eröffnete Verfahren zu höheren finanziellen Verlusten der Gläubiger führen können. Das ist ein wichtiger Punkt – denn jede Eröffnung eines Verfahrens bietet Chancen zur Sanierung für Unternehmer und Quotenzahlungen für Gläubiger. Da stellt sich die Frage, ob wir über die flächendeckende Eröffnung aktuell nicht eröffneter Fälle nachdenken sollten. Schließlich haben einige Unternehmen durchaus Potenzial, sich zu sanieren.

Die Situation im größeren Kontext

Um das Ganze besser einzuordnen, schauen wir uns die Insolvenzlage in Deutschland an. Hier ist Insolvenz ein Begriff, der bedeutet, dass Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Das Insolvenzverfahren hat das Ziel, einen gerechten Ausgleich zwischen überschuldeten Schuldnern und ihren Gläubigern zu schaffen. Zum Beispiel gab es 2023 in Deutschland etwa 110.200 Insolvenzen, was 31.000 weniger als im Jahr 2013 bedeutet. Das zeigt, dass es auch in anderen Ländern Schwankungen gibt.

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Die Unternehmensinsolvenzen in Deutschland sind 2023 auf 17.814 angestiegen. Das betrifft vor allem den Dienstleistungssektor, wo 59% der Insolvenzen verzeichnet wurden. Und die Privatinsolvenzen? Die sind ebenfalls angestiegen, mit fast 67.000 Fällen im Jahr 2023. Hier gibt es also ähnliche Trends, auch wenn die Zahlen unterschiedlich sind. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten entwickeln wird.