In Gmunden wird es ab dem 6. Mai 2026 ganz lebendig, denn die Kunstwerkstatt der Lebenshilfe Oberösterreich eröffnet in der Galerie am Rinnholzplatz eine neue Ausstellung mit dem Titel „Laut und Leise“. Diese spannende Schau wird bis zum 30. Mai 2026 zu sehen sein und verspricht, die Besucher:innen mit einem Spiel aus Gegensätzen zu fesseln.
Die Ausstellung zeigt Werke von vier talentierten Künstler:innen der Werkstatt: Nelly Bock, Martin Filsegger, Julia Rakuschan und Robert Spießberger, sowie drei Gastkünstler:innen, die das kreative Spektrum erweitern: Ferdinand Götz, Lukas Halder und Ulrike Wintersteiger. Die Exponate umfassen poetische Momentaufnahmen, unkonventionelle Objekte, zarte Zeichnungen und kraftvolle Farben, die sowohl leise als auch laute Momente des Lebens thematisieren.
Ein kreatives Zusammenspiel
Besonders interessant ist die Herangehensweise der Künstler:innen: Martin Filsegger bringt alltägliche, leise und laute Augenblicke auf die Leinwand, während Nelly Bock sich mit fantasievollen Zeichnungen von Musikinstrumenten beschäftigt. Robert Spießberger präsentiert Zeichnungen, die das Spiel von leisen Schatten und lauten Friedensstatuen eindrucksvoll miteinander verbinden. Ulrike Wintersteiger überrascht mit unkonventionellen Objekten in einer kraftvollen Farbgebung.
Die Vernissage findet am 6. Mai 2026 um 19 Uhr in der Galerie am Rinnholzplatz 8 in Gmunden statt. Wer die Ausstellung besuchen möchte, kann dies von Dienstag bis Freitag zwischen 9.30 und 11.30 Uhr sowie am Samstag von 10.00 bis 12.00 Uhr tun. Darüber hinaus sind Besuche auch nach Vereinbarung unter +43 660 8488429 möglich.
Das Jahr der Kunst
Die Ausstellung „Laut und Leise“ ist Teil eines umfangreichen Ausstellungsprogramms der Kunstwerkstatt Gmunden für das Jahr 2026. Bereits zuvor, am 4. März 2026, wurde die Galerie „HOCH UND TIEFE“ eröffnet, die bis zum 31. März 2026 läuft und die Höhen und Tiefen des Lebens thematisiert. Nach „Laut und Leise“ folgt im Juni die Schau „ZEICHNUNG ZEICHNEN“ im Kunsthaus Deutschvilla in Strobl am Wolfgangsee. Im August wird dann die Galerie „TON UND TÖNE“ eröffnet, die sich mit Klangkörpern aus Keramik beschäftigt.
Künstlerische Inklusion als Gestaltungskraft
Die Kunstwerkstatt Gmunden ist nicht nur ein Ort der Kreativität, sondern auch ein Beispiel für gelungene inklusive Kunstpraxis. Die Tagung „[Dis]Ability — Fairness in Kunst und Kultur“, die im Mai 2025 in Graz stattfand, hat deutlich gemacht, wie wichtig Inklusion in der Kunst ist. Künstler:innen mit Behinderungen bringen ihre individuellen Perspektiven und Fähigkeiten in den kreativen Prozess ein, was die Vielfalt und Qualität der Kunstwerke bereichert.
Durch die künstlerische Praxis werden alternative Arbeitsformen geschaffen, die nicht an quantifizierbare Ergebnisse gebunden sind. Diese Flexibilität und das Eingehen auf individuelle Fähigkeiten ermöglichen es, dass alle Beteiligten miteinander kommunizieren und voneinander lernen können. Die Kunstwerkstatt Gmunden steht somit nicht nur für kreatives Schaffen, sondern auch für eine aktiv gestaltete Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.