Heute ist der 5. Mai 2026 und ich sitze hier in Gmunden, während die frühlingshaften Sonnenstrahlen auf die blühenden Wiesen scheinen. Man kann förmlich den Duft der frischen Erde riechen, während wir uns auf einen spannenden Bericht über ein großartiges Schulprojekt freuen, das in den Höhenlagen der Katrin durchgeführt wurde. Die Schüler der HLW Bad Ischl haben sich auf ein ganz besonderes Abenteuer eingelassen: die Kartoffelernte auf 1.542 Metern über dem Meeresspiegel! Ja, richtig gehört – Erdäpfel auf dem Hausberg!

Das Projekt hat mit viel Enthusiasmus begonnen. Erdäpfelbotschafterin Ulrike Haunschmid und Johannes Aldrian, der Geschäftsführer der Katrin-Seilbahn, haben den Startschuss gegeben. Eine Kartoffelpyramide wurde oberhalb der Bergstation angelegt und mit zehn angekeimten Saatknollen bepflanzt. Die Entwicklung der Pflanzen war ein echtes Schauspiel: von den zarten weißen Keimen über kräftige Triebe bis hin zu den satten grünen Blättern und den blühenden Pflanzen. Und ganz klar, als die oberirdischen Teile gelb-bräunlich wurden, war die Erntezeit da! Am Ende konnten die Schüler stolz 60 Kilogramm gleichmäßige und schmackhafte Speisekartoffeln ernten.

Ein lehrreiches Erlebnis

Im Unterricht hatten sich die Schüler intensiv mit Themen wie Anbau, Ernährung, Lebensmitteltechnologie, Küchenmanagement und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Die Kartoffel gilt nicht nur als unkompliziertes Superfood – sie benötigt wenig Platz und Ressourcen, macht sich in der Küche ganz wunderbar und hat eine beeindruckende Nährstoffzusammensetzung. In nur 110 Tagen vom Pflanzen bis zur Ernte, das ist schon eine Leistung! Ein Teil der Ernte wurde beim Erntedankfest zu köstlichem Pinzgauer Nidei verarbeitet und verspeist. Der Rest? Der findet im laufenden Schuljahr seinen Platz in der Schulküche der HLW Bad Ischl, im Berggasthof und in der Almhütte auf der Katrin.

Besonders schön: Zum Muttertag am 10. Mai werden die Mütter mit einem Herz-Erdapfel überrascht, den sie sogar selbst einpflanzen können. Diese Herz-Erdapfel-Aktion ist Teil des Kartoffelpyramiden-Projekts, das heuer bereits zum dritten Mal umgesetzt wird. Die bepflanzte Pyramide auf etwa 1.415 Metern Höhe kann im Sommer besucht werden und lädt zum Staunen und Verweilen ein.

Landwirtschaft im Schulalltag

Ein Blick auf die Hintergründe zeigt, wie wertvoll Projekte wie dieses für die Schüler sind. Landwirtschaft in den Schulunterricht zu integrieren, eröffnet ganz neue Möglichkeiten für praktisches und handlungsorientiertes Lernen. Die Schüler entwickeln ein Bewusstsein für regionale Lebensmittel und erkennen die wichtige Rolle der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft. Das stärkt nicht nur ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen, sondern fördert auch Teamwork und Zusammenarbeit.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Erfahrungen, die sie dabei sammeln, sind unbezahlbar. Sie lernen nicht nur, wie man Kartoffeln anbaut, sondern auch, wie wichtig nachhaltige Landwirtschaft für die Zukunft ist. Engagement für eine nachhaltigere Welt – das ist es, was hier gelehrt und gelebt wird. Und das alles hat seinen Ursprung in einem kleinen Projekt auf der Katrin, das die Schüler über die bloße Theorie hinaus in die Praxis führt.