Heute ist der 8.07.2026 und in Gmunden tut sich was. Die SPÖ Gmunden hat sich klar positioniert und unterstützt den Bau eines neuen Hotels am Seebahnhof, doch mit Bedingungen, die es in sich haben. Die Idee eines Vier-Sterne-Hotels mit 110 Zimmern, das den Tourismus ankurbelt und Arbeitsplätze schafft, klingt zunächst verlockend. Aber wie so oft gibt es einen Haken: Der Grundsatzbeschluss von ÖVP und FPÖ wurde von der SPÖ abgelehnt, weil wichtige Vertragsinhalte nachträglich verändert wurden. Das lässt natürlich die Alarmglocken läuten! Und dann ist da noch die Forderung, auf eine Pönale von rund zwei Millionen Euro zu verzichten – das finden die Genossen unverständlich.

Ein weiterer Punkt der Diskussion: Die geplante Reduzierung des Anteils an Hauptwohnsitzen. Von 75% auf 25% – das stößt nicht nur auf Widerstand, sondern wird als problematisch angesehen. Man könnte fast sagen, hier wird das gesellschaftliche Leben in Gmunden auf die Probe gestellt. Gleichzeitig werden wichtige Projekte wie die Verkehrsberuhigung in der Au einfach gestrichen. Die SPÖ fordert Planungssicherheit und Verlässlichkeit für die Bürger. Schließlich wurden die Verträge während der Corona-Pandemie abgeschlossen, und Verzögerungen sind da alles andere als akzeptabel.

Ein Projekt mit Geschichte

Der Gmundner Gemeinderat hat sich lange mit dem Seeviertel-Projekt beschäftigt – seit mehr als einem Jahrzehnt wird darüber diskutiert! Der Baustart hat sich seit 2019 aufgrund rechtlicher und finanzieller Fragen verzögert. Bürgermeister Stefan Krapf gibt sich optimistisch und hält einen Baustart im nächsten Jahr für realistisch. Aber die Frage bleibt: Wie wird das Areal touristisch genutzt werden? Und wann kommt die Schlüsselübergabe für die Wohnungen? Erst nach der Hoteleröffnung, so Krapf.

Interessanterweise wurde die Zweitwohnsitzquote für 84 geplante Wohnungen von 25% auf 75% erhöht. Stadtvize Uli Feichtinger äußert Bedenken. Er hat Recht, wenn er auf die möglichen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben und die Gemeindeeinnahmen hinweist. Es gibt in Gmunden schon eine hohe Zahl an Zweitwohnsitzen, und das könnte die Dynamik in der Stadt verändern.

Finanzierung und wirtschaftliche Aspekte

Die Projektkosten liegen bei rund 170 Millionen Euro, was nicht gerade ein kleines Sümmchen ist. Finanziert wird das Ganze durch die Oberbank und Crowdfunding – eine spannende Mischung, die zeigt, dass hier viele Menschen mit anpacken wollen. Die FPÖ-Fraktionschefin Dina Fritz hebt die jährlichen kommunalen Einnahmen von rund 500.000 Euro und die Schaffung von Arbeitsplätzen hervor. Das klingt doch alles schön und gut, aber was ist mit den Bürgerinteressen? Hier wird die Notwendigkeit von leistbarem Wohnraum und einer lebendigen Innenstadt mehr denn je betont.

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Die SPÖ Gmunden setzt sich für eine Politik ein, die der gesamten Bevölkerung zugutekommt. Das ist ein hoher Anspruch, und man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen nicht aus den Augen verlieren, dass es nicht nur um Zahlen und Statistiken geht, sondern um die Menschen, die hier leben.

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