Frischer Wind für die Tiergesundheit: Barbara Leeb und der TGD im Wandel
In Oberösterreich tut sich was! Barbara Leeb hat die Führung des Tiergesundheitsdienstes (TGD) übernommen und bringt frischen Wind in die Sache. Ihr Ziel? Den TGD als starken Partner für Tiergesundheit, Tierwohl und nachhaltige Nutztierhaltung zu positionieren. Das ist nicht nur wichtig für die Tiere selbst, sondern spielt auch eine große Rolle für die Landwirtschaft insgesamt. Der TGD, der größte Tiergesundheitsdienst in Österreich, hat nicht nur ein eigenes veterinärmedizinisches Labor in Oberösterreich, sondern auch jede Menge Expertise, die es zu nutzen gilt.
Ein zentrales Anliegen von Leeb ist die Weiterentwicklung der Tiergesundheitsprogramme. Diese Programme sollen regelmäßig evaluiert werden, um den Nutzen für die Teilnehmenden klar zu zeigen. Es ist entscheidend, dass Gesundheitsdaten in die tägliche Arbeit von Tierärzten und landwirtschaftlichen Betrieben einfließen. Nur so können wir sicherstellen, dass die Tiergesundheitsmaßnahmen auch tatsächlich greifen. Die Zusammenarbeit zwischen Tierärzten, landwirtschaftlichen Betrieben, Beratern, Verbänden und Wissenschaft ist dafür unerlässlich. Und dass Barbara Leeb als Tierärztin in der Geschäftsführung sitzt, bringt definitiv einen frischen Blickwinkel in die Sache! Andreas Jerzö, stellvertretender Vorsitzender im TGD OÖ, hebt hervor, wie wichtig dieser Wandel für den Berufsstand ist.
Verantwortungsvoller Umgang mit Arzneimitteln
Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist der verantwortungsvolle Einsatz von Arzneimitteln, insbesondere von Antibiotika. Das Thema Antibiotika ist in der Landwirtschaft ein heißes Eisen – und zwar nicht nur hierzulande. Leeb bringt ihre Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Gesundheitsprogrammen mit, was besonders im Fachbereich Schwein von Bedeutung ist. Oberösterreichs Veterinärdirektor Thomas Hain sieht im TGD einen verlässlichen Partner des öffentlichen Veterinärwesens. Die Leistungen, die der TGD erbringt, etwa Biosicherheit und pathologische Untersuchungen in der Tierkörperverwertung, tragen dazu bei, Tierseuchen auszuschließen und exporttechnisch gut aufgestellt zu sein.
Im Kontext der aktuellen Entwicklungen rund um den Tiergesundheitsdienst wird deutlich, dass auch auf politischer Ebene Handlungsbedarf besteht. Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig und Bundesminister Norbert Totschnig haben den Zukunftsprozess Tiergesundheitsdienst 2035 ins Leben gerufen. Hierbei stehen Novellen der Tiergesundheitsdienstverordnung, der Veterinär-Antibiotika-Mengenströme-Verordnung und der Veterinär-Arzneispezialitäten-Anwendungs-Verordnung im Fokus. Ziel ist es, das System der Tiergesundheitsdienste in Österreich weiterzuentwickeln.
Österreich als Vorreiter
Besonders spannend: Der Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung ist seit 2010 nahezu halbiert worden. Das heimische Niveau liegt bei etwa der Hälfte des europäischen Durchschnitts! Das zeigt, dass Österreich in Sachen sparsamen Einsatz von Tierarzneimitteln wirklich eine Vorreiterrolle einnimmt. Bauernbund-Präsident Georg Strasser betont, wie wichtig es ist, dass die Landwirtschaft dem gesellschaftlichen Wunsch nach einem geringen Antibiotika-Einsatz entspricht. Gleichzeitig bleibt aber klar: Antibiotika sind unverzichtbar für die Behandlung erkrankter Nutztiere. Der Spagat zwischen Tiergesundheit und gesellschaftlichen Anforderungen ist also eine Herausforderung, die alle Beteiligten fordert.
Die Entwicklung eines zukunftsfähigen Systems, das sowohl die Gesundheit der Tiere als auch die Qualität der tierischen Lebensmittel sichert, steht im Vordergrund. Und das ist nicht nur für die Landwirte wichtig, sondern für uns alle, die wir auf hochwertige Lebensmittel aus Österreich angewiesen sind. Die nächsten Schritte versprechen eine spannende Zeit für den TGD und die gesamte Branche. Man darf gespannt sein, was da noch auf uns zukommt!
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