Am Wochenende war die Rally Cesky Krumlov der Schauplatz für Simon Wagner und seine Co-Pilotin Hanna Ostlender. Der Mühlviertler trat als Sieger der Auftaktrallye an, mit dem Ziel, seine Führung in der Tschechischen Rallye Staatsmeisterschaft zu verteidigen. Die Vorfreude war groß, aber wie es im Motorsport oft der Fall ist, kam alles anders als gedacht.
Bereits am ersten Tag der Veranstaltung zeigten Wagner und Ostlender mit ihrem Hyundai i20 N Rally2 beeindruckende Leistungen, fuhren konstant Top-3-Zeiten. Doch nach der vierten Sonderprüfung (SP4) fehlten ihnen 9,7 Sekunden auf die Spitze. Dann, in der SP5, passierte das Unvorhergesehene: Ein Defekt am Gaspedal sorgte für einen Zeitverlust von rund 1,5 Minuten. Der Schock saß, und das Duo fiel auf Platz neun zurück. Das war ein echter Dämpfer!
Ein starker Auftritt trotz Rückschlag
Am zweiten Tag bewiesen sie jedoch ihre Stärke. Mit vier drittschnellsten Zeiten, einer zweitschnellsten und zwei Bestzeiten kämpften sie sich wieder nach vorne und landeten letztendlich auf dem sechsten Platz. Simon äußerte sich enttäuscht, da sie seiner Meinung nach das Potenzial hatten, Zweite zu werden. Die Rallye wurde schließlich von Jan Kopecky gewonnen, gefolgt von Erik Cais und Filip Mares. Albert von Thurn und Taxis kam auf den achten Platz, während die Brüder Lukas und Raphael Dirnberger auf den Plätzen 30 und 31 landeten.
Das ganze Szenario ist ein bisschen wie ein Auf und Ab – das ist der Rallyesport. Ein Moment jubeln, der nächste voller Frustration. Simon Wagner hat sich in der Vergangenheit schon oft bewiesen. Schließlich ist er auch der vierfache Staatsmeister und hat bei der Heimrallye in Perg gewonnen. Bei der Barum-Rallye in Zlin kürzlich erreichte er zudem sensationell den zweiten Gesamtrang. Ein wahres Talent, das sich nicht so schnell unterkriegen lässt!
Ein Blick nach vorne
Die Erfolge von Wagner sind nicht zu unterschätzen. Bei der Barum-Rallye startete er stark mit einer Bestzeit auf der ersten Prüfung, fiel jedoch auf Platz vier zurück, konnte sich aber durch konstante Leistungen am Sonntag wieder auf den zweiten Platz kämpfen. Das bringt auch Punkte für die Europameisterschaft, wo er von Platz 21 auf Rang 6 vorrückte. In der aktuellen Gesamtwertung fehlen ihm nun 47 Punkte auf den Führenden Hayden Paddon. Das nächste Rennen der EM steht in Wales an, und die Vorfreude ist bereits spürbar.
Simon Wagner bleibt also ein Name, den man im Auge behalten sollte. Auch wenn die Rally Cesky Krumlov nicht den erhofften Podestplatz brachte, so zeigen seine bisherigen Leistungen, dass er das Zeug hat, wieder ganz oben anzugreifen. Wir sind gespannt, was die nächsten Rennen bringen!