Die Region Freistadt kann sich freuen: Der Gemeindeverband zur Interkommunalen Betriebsansiedlung, besser bekannt als Inkoba, präsentiert eine erfreuliche Bilanz. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten omnipräsent sind, hebt Obmann Günter Lorenz die stabile Entwicklung und die positive Entwicklung der Kommunalsteuer hervor. Es gibt zurzeit keine größeren Unternehmensausfälle im Verband, was die Standortqualität und die Krisenfestigkeit der Betriebsstruktur eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Mathias Kapfer, Betriebsleiter bei Göweil Maschinenbau, berichtet von einer Erholung des Geschäftsgangs und einer guten Auslastung des Werks in Apfoltern. Auch die Möbelbranche zeigt sich optimistisch: Böhm Möbel hat im Februar mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte in Apfoltern, Rainbach, begonnen. Trotz einer momentan geringen Nachfrage nach neuen Betriebsstandorten bleibt die Inkoba aktiv in der Standortentwicklung. Geschäftsführerin Christa Kreindl betont, dass Flächensicherungen und Infrastrukturplanungen intensiv vorangetrieben werden, um auf einen möglichen Wirtschaftsaufschwung vorbereitet zu sein.
Erfreuliche Entwicklungen und Auszeichnungen
Seit 2003 haben sich in der Inkoba-Region Freistadt 40 Unternehmen mit rund 1.500 Mitarbeitern an elf Betriebsstandorten angesiedelt. Im Jahr 2025 wurden über zwei Millionen Euro an Kommunalsteuereinnahmen erwirtschaftet – das entspricht etwa zwölf Prozent des gesamten Kommunalsteueraufkommens im Bezirk Freistadt. Die Inkoba blickt auf 20 Jahre Standortentwicklung und Betriebsansiedlung im Bezirk Freistadt zurück und hat seit ihrer Gründung 38 Unternehmen mit rund 1.400 Mitarbeitern angesiedelt.
Die positive wirtschaftliche Entwicklung in Oberösterreich wird auch von Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner betont, der den sparsamen Umgang mit Bodenressourcen hervorhebt. Ein weiterer Beweis für die erfolgreiche Arbeit der Inkoba ist die Auszeichnung mit dem „Erdreich-Preis“ des Klimaschutzministeriums im Jahr 2022 in der Kategorie „Flächensparen“. Im Jahr 2023 erhielt die Inkoba zudem den „SDG-Award“ für ihre nachhaltigen Ansätze.
Nachhaltige Standortentwicklung
In Kooperation mit dem Land Oberösterreich wurde ein Betriebsstandortekonzept erarbeitet, das aufzeigt, wie nachhaltige Standortentwicklung im Bezirk Freistadt in den kommenden Jahren gelingen kann. Insgesamt wurden 50 Standorträume mit einer Fläche von 165 Hektar identifiziert, die sich für betriebliche Weiterentwicklungen eignen. Die Mehrheit dieser Standorte ist bereits in Flächenwidmungsplänen und örtlichen Entwicklungskonzepten der Standortgemeinden integriert, was die Weichen für eine zukunftsorientierte Wirtschaftsentwicklung stellt.
Die Pressekonferenz, an der mehrere lokale Politiker und Vertreter der Inkoba teilnahmen, unterstrich die Bedeutung dieser Entwicklungen für die Region. Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Situation in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird, doch die bisherigen Erfolge lassen auf eine positive Zukunft hoffen.