Heute ist der 2.05.2026 und in Freistadt stellt sich die Frage: Wie viel kostet uns die Bürokratie wirklich? Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die bürokratischen Anforderungen in Österreich die gewerbliche Wirtschaft erheblich belasten. Jährlich fallen rund 320 Millionen Arbeitsstunden für bürokratische Aufgaben an, was fast 200.000 Vollzeitstellen entspricht, die nicht für produktive Wertschöpfung genutzt werden. Dies ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die 99,7% der Unternehmen in Österreich ausmachen, eine massive Herausforderung.

Die Zahlen sprechen für sich: Bürokratie verursacht den Unternehmen in Österreich jährliche Kosten von 21,1 Milliarden Euro. Umgerechnet sind das 669 Euro pro Sekunde! Besonders betroffen sind die kleinen Betriebe, die oft mit überbordenden administrativen Anforderungen kämpfen müssen. Ein-Personen-Unternehmen (EPU) verbringen im Schnitt rund 250 Arbeitsstunden pro Jahr mit bürokratischen Aufgaben. Das ist eine enorme Zeit, die besser in die Entwicklung und das Wachstum des Unternehmens investiert werden könnte.

Bürokratie als Standortnachteil

Die Bürokratiebelastung wird nicht nur als lästig empfunden, sondern schadet auch der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Laut einer Umfrage des Market-Instituts aus November 2025 empfinden 86% der Betriebe die Bürokratie als belastend. Davon geben 24% an, die Belastung „sehr stark“ zu empfinden, während 31% sie „stark“ und weitere 31% „mittel“ einschätzen. Nur 3% sehen sich kaum betroffen.

Die größten Kostenfaktoren sind klar umrissen: Buchhaltung und Jahresabschluss machen 33% der Bürokratiekosten aus, gefolgt von Steuern und Abgaben mit 12% und der Lohnverrechnung/Sozialversicherung mit 11%. Über die Hälfte der Bürokratiekosten entfallen also auf diese Bereiche, was deutlich macht, wo angesetzt werden muss. Der Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit ist unübersehbar: Österreich erreicht in der „Executive Opinion Survey“ des World Economic Forum nur 3,1 Punkte im regulatorischen Umfeld – der EU-Schnitt liegt bei 3,9 Punkten. Im Vergleich zu Ländern wie Finnland, die effizientere Rahmenbedingungen bieten, wird die Bürokratiebelastung als struktureller Standortnachteil angesehen.

Den Bürokratieabbau vorantreiben

Es gibt jedoch Hoffnung: Ein Einsparungspotenzial von 5 bis 10% weniger Bürokratie könnte Unternehmen um Milliarden entlasten. Ziel ist es, effizientere, digitale und praxistaugliche Lösungen zu finden. Der Bürokratieabbau hat für Unternehmen oberste Priorität. Weiterführende Schritte sind notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich zu stärken. Auf der Webseite wko.at/buerokratie-kostet können konkrete Beispiele und ein Bürokratie-Kostenzähler abgerufen werden, um die Belastungen besser nachzuvollziehen.

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In einer Zeit, in der jede Stunde zählt und jede Euro zählt, ist es unerlässlich, dass sowohl die Politik als auch die Unternehmen gemeinsam an der Reduktion der Bürokratie arbeiten. Nur so kann es gelingen, die heimische Wirtschaft nachhaltig zu stärken und die Potentiale der Betriebe voll auszuschöpfen.