Alkohol am Steuer: Ein riskantes Spiel mit schwerwiegenden Folgen
In Sankt Oswald bei Freistadt ging am Freitagabend ein Unfall los, der nicht nur für einiges Aufsehen sorgte, sondern auch die Frage aufwirft, wie verantwortungsvoll wir mit Alkohol im Straßenverkehr umgehen. Ein 21-jähriger Fahrer, der anscheinend nicht ganz bei der Sache war, verursachte einen Zusammenstoß und entschied sich, erst einmal das Weite zu suchen. Doch das war noch nicht das Ende der Geschichte.
Die Situation eskalierte, als eine 53-jährige Frau aus dem Bezirk Freistadt berichtete, dass der junge Mann mit seinem Auto auf ihrer Spur unterwegs war. Ein Ausweichen war nicht mehr möglich, und es kam zur Kollision. Ihr Glück: Sie blieb unverletzt, während der Fahrer nach dem Aufprall einfach weiterfuhr. Doch der 21-Jährige hatte nicht lange für sich alleine, denn irgendwann kam er mit seiner Cousine zurück zur Unfallstelle – und das in einem Zustand, der nicht mehr ganz so klar war. Er meinte, er hätte die Stelle im Schock verlassen, was man ihm kaum abnehmen kann.
Alkohol am Steuer – ein gefährliches Spiel
Ein Alkotest brachte schließlich die ernüchternde Wahrheit ans Licht: 1,38 Promille. Damit war die Sache für den Fahrer klar – sein Probeführerschein wurde vorläufig abgenommen. Ein weiterer Beweis dafür, dass Alkohol am Steuer alles andere als harmlos ist. In der EU ist jeder vierte Verkehrstote auf Alkohol zurückzuführen. Das ist eine alarmierende Zahl, die uns alle angeht. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat in einer Studie ermittelt, dass 86,5% der Pkw-Fahrer vor ihrer Fahrt keinen Alkohol konsumiert hatten. Und das ist gut so, denn der Anteil der Verkehrsteilnehmer, die trotz Alkoholkonsums hinterm Steuer sitzen, ist immer noch viel zu hoch.
Die Erhebung zeigt auch, dass die häufigsten Alkoholfahrten abends und vor allem an den Wochenenden stattfinden. Da mag manch einer denken, er sei der Unverwundbare, doch die Realität sieht anders aus. 60% der Alkoholfahrten haben das Ziel „Zuhause“. Man könnte fast sagen, dass das „Nach-Hause-Fahren“ eine gefährliche Tradition geworden ist, die es zu brechen gilt.
Ein Blick auf die Zahlen
Bei einer Online-Querschnittserhebung mit mehr als 5.000 Befragten kam heraus, dass 50% der Pkw-Fahrer es für „sehr unwahrscheinlich“ halten, während einer Fahrt auf Alkohol kontrolliert zu werden. Ein gefährlicher Gedanke, der dazu führt, dass viele sich unbesorgt hinter das Steuer setzen. Ein beeindruckender KPI-Wert für Pkw-Fahrten zeigt, dass 99,7% der Fahrten unter Alkoholeinfluss stehen – eine Zahl, die aufhorchen lässt! Im Gegensatz dazu sind motorisierte Zweiräder etwas besser dran mit 98%. Das sind immerhin zwei Prozent, die sich noch im Rahmen bewegen.
Wichtig ist, dass solche Statistiken nicht nur Zahlen sind, sondern uns alle betreffen. Wenn wir nicht achtsam sind, kann es schnell zu einem Unfall kommen, wie im Fall des 21-Jährigen, der anscheinend nicht nur seinen Führerschein, sondern auch seine gute Laune auf der Strecke gelassen hat. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle uns zum Nachdenken anregen und wir alle bewusster am Straßenverkehr teilnehmen.
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