Im malerischen Eferding, wo die Felder in sattem Grün leuchten und die Luft nach frischem Gemüse duftet, ist Thomas Kraxberger der Mann der Stunde. Als Bezirksbauernkammerobmann für den Bezirk Eferding trägt er eine große Verantwortung. „Sachlichkeit und Verlässlichkeit“, betont er, sind das A und O für eine starke Landwirtschaft. Das Eferdinger Becken gilt nicht ohne Grund als eine der produktivsten Gemüse- und Ackerbauregionen Österreichs. Doch das ist nicht nur ein schöner Slogan – es ist die Realität, mit der Kraxberger und seine Mitstreiter täglich umgehen müssen.

Der Erfolg dieser Region hängt stark vom harmonischen Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Jagd ab. Kraxberger selbst ist ein Ackerbauer durch und durch, mit einem besonderen Augenmerk auf Speiseerdäpfel, Zwiebel und Knoblauch. Neben seiner Arbeit in der Landwirtschaft engagiert er sich auch als Grundeigentümervertreter im Landesjagdausschuss und ist Vorstandsmitglied der Eferdinger Landl Gemüse. Das sind alles Aufgaben, die eine Menge Hingabe erfordern – doch für Kraxberger ist es nicht nur ein Job, sondern eine Berufung.

Aktuelle Herausforderungen

Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Die Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft in Eferding steht, sind nicht zu unterschätzen. Steigende Kosten für Betriebsmittel, Energie und Arbeitskraft drücken schwer auf die Familienbetriebe. Während die Erzeugerpreise nicht im gleichen Maße wachsen, wird es für viele Landwirte zunehmend schwieriger, über die Runden zu kommen. Die bürokratischen Anforderungen nehmen ebenfalls zu, was den Druck auf die Betriebe weiter erhöht.

Ein weiteres Problem sind die Wildschäden, die durch Rehwild, Hasen oder Federwild entstehen können. Diese Schäden können für viele Betriebe existenzbedrohend sein. Kraxberger setzt sich daher für sachliche Diskussionen und gemeinsame Lösungen ein. „Das Verhältnis von Landwirtschaft und Jagd ist entscheidend“, erklärt er und hebt die Wichtigkeit des Austauschs mit Sozialpartnern und Behörden hervor. Vertrauen zwischen den Parteien ist der Schlüssel, um Sachverhalte zu klären und die Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

Die Stärken der Region

Doch trotz dieser Schwierigkeiten gibt es in der Region auch viel Positives zu berichten. Das Eferdinger Becken hat eine lebendige Direktvermarktungsszene und eine vielfältige Tierhaltung zu bieten. Engagierte Bäuerinnen und Bauern sorgen dafür, dass die Region nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell blüht. Hier wird der Wert von regionalen Produkten hochgeschätzt, und der direkte Kontakt zwischen Erzeugern und Verbrauchern wird gelebt.

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Statistiken zur österreichischen Agrarwirtschaft zeigen, dass die landwirtschaftlichen Betriebe kontinuierlich gewachsen sind. Alle drei bis vier Jahre werden landwirtschaftliche Strukturerhebungen durchgeführt, um Daten zur Bewässerung zu erfassen. Dabei wird nicht nur die mögliche, sondern auch die tatsächliche Bewässerung der Flächen erfragt. Und während die Zahlen aus der Statistik Austria immer wieder aufzeigen, wie wertvoll die Landwirtschaft für die Region ist, bleibt der Mensch im Mittelpunkt dieser Zahlen.

Kraxberger und seine Familie

Außerhalb des beruflichen Alltags ist Thomas Kraxberger ein Familienmensch. Verheiratet mit Alexandra und Vater von zwei Kindern, weiß er, wie wichtig es ist, ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Familie zu finden. Seit 2021 als Bezirksbauernkammerobmann tätig, bringt er seine Erfahrung im Landesjagdausschuss und im Bezirksjagdbeirat ein. Zudem bewirtschaftet er etwa 35 Hektar Ackerfläche und 4 Hektar Wald. Das zeigt, wie tief verwurzelt er in dieser Region ist.

Wenn man durch die Straßen von Eferding spaziert und die frischen Produkte sieht, die von den lokalen Bauern angeboten werden, spürt man die Leidenschaft und den Stolz, den die Menschen hier für ihre Arbeit empfinden. Man kann nur hoffen, dass die Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen, bald gelöst werden können – denn das Eferdinger Becken hat noch viel mehr zu bieten!