Am 1. Juni ist der Weltmilchtag – und das nehmen die Freien Bauern und die FPÖ der Bezirke Eferding und Grieskirchen zum Anlass, um ein deutliches Zeichen für die heimische Milchwirtschaft zu setzen. In einer Zeit, in der die Herausforderungen für die Landwirte immer größer werden, ist es wichtiger denn je, die Bedeutung unserer regionalen Milchproduktion zu betonen. „Die Milchwirtschaft ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, sondern auch ein Grundpfeiler für die Versorgungssicherheit und die Erhaltung unserer Kulturlandschaft“, sagt Alois Ganglmayr, der Bezirksobmann der Freien Bauern. Er hebt hervor, dass die Milchbetriebe hochwertige, gentechnikfreie Lebensmittel liefern – und das ist ein Punkt, auf den wir stolz sein können!

Doch es gibt auch Schattenseiten: Steigende Kosten, zusätzliche Auflagen und ein immer größer werdender Wettbewerbsdruck setzen den Landwirten zu. Ganglmayr fordert weniger Bürokratie und realistische Vorgaben aus Brüssel. „Das ist nicht nur ein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, um die Zukunft der Milchwirtschaft zu sichern“, so Ganglmayr. Auch Wolfgang Klinger, der FPÖ-Bezirksparteiobmann, bringt es auf den Punkt: Faire Erzeugerpreise und politische Unterstützung sind gefordert, um den Milchbauern Planungssicherheit zu geben.

Aktuelle Entwicklungen am Milchmarkt

In der jüngsten Milchgeldabrechnung zeigen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung. Glücklicherweise gab es keine gravierenden Abschläge in den April-Abrechnungen der regionalen Molkereien. Die Milchwerke Oberfranken setzen den höchsten Grundpreis an, und einige Molkereien, wie Friesland-Campina und DMK, gewähren sogar erste Aufpreise. Das klingt doch schon mal positiv! Aber, es bleibt festzuhalten, die Preisanpassungen variieren stark und sind von Angebot und Nachfrage abhängig.

Im April 2026 lagen die Auszahlungspreise für Rohmilch in der Region zwischen 29,46 ct/kg und 39,01 ct/kg. Hochwald Foods erwartet sogar einen Grundpreisaufschlag von 1,5 ct/kg für Mai. Ein Lichtblick, könnte man sagen! Doch der Druck auf die Milchproduktion bleibt hoch, da die Produktionskosten stetig steigen. Viele Betriebe stehen vor der Herausforderung, notwendige Investitionen in Tierwohl und Nachhaltigkeit zu stemmen – ein wirtschaftliches Drahtseilakt.

Die Verteilung der Milchpreise

Wusstet ihr, dass nur knapp die Hälfte des Milchpreises im Laden bei den Erzeugerbetrieben ankommt? Im Jahr 2024 lag der Preis für einen Liter konventionelle Frischmilch in Deutschland bei durchschnittlich 1,05 Euro – nicht gerade viel, oder? Die Molkereien nehmen sich 30% des Preises für Transport, Verarbeitung und all die anderen Kosten. Der Lebensmitteleinzelhandel kassiert rund 16%, und der Staat behält sich auch noch 7% Mehrwertsteuer ein. Das macht deutlich, wie wichtig es ist, die Produzenten zu unterstützen.

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Bio-Milch hat zwar höhere Erzeugerpreise, aber das liegt an den strengen Auflagen und den geringeren Erträgen. Bio-Betriebe werden durch staatliche Öko-Förderungen unterstützt, um die Mehraufwände zu kompensieren. Und wenn man an die Weidemilch denkt – die wird mit einem Preisaufschlag von 1 bis 2,5 Cent pro Liter honoriert. Wer also beim Einkaufen auf regionale Produkte achtet, unterstützt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Landwirte direkt.

Die Milchbauern sind kreativ geworden! Viele nutzen alternative Vermarktungsmethoden wie Direktverkäufe, um unabhängiger von den stark schwankenden Marktpreisen zu werden. Die Verbraucher können ihren Teil dazu beitragen, indem sie Milch direkt über Hofläden oder regionale Abos kaufen oder auf Bio- und regionale Marken im Supermarkt setzen. So kann jeder seinen kleinen Beitrag leisten, um die heimische Milchwirtschaft zu stärken.