In Eferding hat sich etwas Spannendes zusammengebraut! Eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Schauer Agrotronic, Westtech und der HTL Ried im Bereich Agrar- und Umwelttechnik wurde ins Leben gerufen. Die Schüler der Patenklasse 3b haben bereits erste praktische Erfahrungen gesammelt, die sie sicher nicht so schnell vergessen werden. Die Betriebsbesichtigung dieser innovativen Betriebe hat ihnen nicht nur einen Einblick in die moderne Landwirtschaft gegeben, sondern auch in die faszinierenden, automatisierten und digitalen Technologien, die inzwischen zum Alltag vieler Landwirte gehören.
Besonders spannend war der Besuch im Tierwohlstall der Familie Holzinger, wo die Schüler hautnah die innovative Schweinehaltung erleben konnten. Man kann sich vorstellen, wie die Augen der Jugendlichen leuchteten, als sie die Tiere in ihrem Wohlfühlbereich sahen. Um die hungrigen Mägen der Teilnehmer zu füttern, hat Gourmetfein einen köstlichen Schweinebraten gesponsert – eine willkommene Stärkung nach all den Eindrücken! Doch das war erst der Anfang. Zukünftige Aktivitäten sind bereits in Planung. Fachvorträge zu Themen wie Insektenmast und Exkursionen zu Produktionsstandorten in Österreich und Deutschland stehen auf dem Programm.
Die Digitalisierung in der Landwirtschaft
Martin Anzengruber, der Leiter des Ausbildungsschwerpunkts Agrar- und Umwelttechnik an der HTL Ried, hebt den praktischen Nutzen dieser Patenschaft hervor. Das ist nicht nur ein Sprungbrett für die Schüler, sondern auch eine großartige Gelegenheit, die Begeisterung für moderne Agrartechnik zu wecken. Huber Schönbauer, der Leiter der Projektentwicklung bei Schauer, stimmt dem zu und betont, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für diese spannenden Technologien zu begeistern.
Die Digitalisierung in der Landwirtschaft, auch bekannt als Landwirtschaft 4.0, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Sie eröffnet großartige Chancen durch die Vernetzung von Prozessen und Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Permanent werden Daten gesammelt und ausgewertet. Das führt dazu, dass Landwirte ihre Entscheidungen auf eine fundierte Basis stellen können. Die Möglichkeiten sind schier endlos! Intelligente Systeme helfen, bestehende Grenzen zwischen Sensoren, Maschinen und Software zu überwinden und ermöglichen einen einfacheren, barrierefreien Austausch von Daten.
Ein Blick in die Zukunft
Die Zukunft der Landwirtschaft sieht vielversprechend aus, denn datengetriebene Services und digitale Ökosysteme sind auf dem Vormarsch. Unternehmen können neue Geschäftsfelder erschließen und innovative Ideen anstoßen. Immer mehr Landwirte setzen auf Technologien wie GPS-gesteuerte Landmaschinen, die Arbeitsabläufe erheblich vereinfachen und Bodenverdichtungen minimieren. Auch der Einsatz von Drohnen wird immer beliebter – sie sind nicht nur für den biologischen Pflanzenschutz nützlich, sondern helfen auch bei der Suche nach Rehkitzen und der Düngebedarfsanalyse.
Mit diesen Entwicklungen kommen aber auch Herausforderungen. Sensible Betriebsdaten in der Cloud könnten unbefugt zugänglich sein, und die Frage des Eigentums an den erhobenen Daten bleibt oft unklar. Die EU-Datenverordnung, die im September 2025 in Kraft tritt, wird hier zum wichtigen Thema. Sie regelt die Nutzung landwirtschaftlicher Daten und verlangt die Zustimmung der Anwender. Das könnte für viele Landwirte eine Erleichterung bringen und die Abläufe vereinfachen.
Die Digitalisierung verändert die Landwirtschaft erheblich, und es ist spürbar, dass immer mehr Landwirte die Vorteile digitaler Technologien erkennen. Wir sind gespannt, wie sich das alles weiterentwickeln wird – nicht nur in Eferding, sondern auch in ganz Österreich und darüber hinaus!