Heute ist der 17. Juni 2026, und in Braunau am Inn sorgt eine Fusion für Aufregung. Die Lagerhausgenossenschaften Innviertel-Traunviertel-Urfahr (ITU) und Schärding haben sich zusammengetan, was nicht nur ein bedeutender Schritt für die Region ist, sondern auch die Entstehung des größten Lagerhauses in bäuerlichem Eigentum in ganz Österreich nach sich zieht. Bei den Generalversammlungen Anfang Juni stimmten die Eigentümervertreter mit großer Mehrheit für diesen Zusammenschluss. In Aspach gab es sogar eine einstimmige Zustimmung und in Schärding konnten 95 Prozent der Mitglieder ihr Ja geben. Das neu gegründete Unternehmen hört auf den klangvollen Namen Lagerhaus Inn-Traun-Donau eGen.

Mit rund 70 Standorten und etwa 1.000 Beschäftigten wird dieses Lagerhaus ein Jahresumsatz von beeindruckenden 430 Millionen Euro generieren. Helmut Barth, der neue Vorstandsvorsitzende, wird gemeinsam mit Christoph Moser und Christian Irnberger die operative Führung übernehmen. Ein 24-köpfiger Aufsichtsrat, angeführt von Franz Schachinger, dem ITU-Obmann, und seinem Stellvertreter Hermann Stadler, wird die Interessen der Eigentümer vertreten. In der über 100-jährigen Geschichte des Lagerhauses in der Region ist diese Fusion definitiv ein Meilenstein.

Ein Blick in die Zukunft

Die technische Zusammenführung der beiden Lagerhäuser beginnt, sobald alle behördlichen Genehmigungen erteilt sind. Aber das ist nicht alles: Die Genossenschaften Schärding, Innviertel-Traunviertel-Urfahr und Rohrbach prüfen derzeit einen weiteren Zusammenschluss, der das größte Lagerhaus Österreichs ins Leben rufen könnte! Hierbei wäre die Rede von etwa 1.200 Mitarbeitern, 56 Standorten, 18 Werkstätten und 47 Tankstellen – das ist schon eine ganz andere Hausnummer! Der jährliche Gesamtumsatz könnte sich auf rund 500 Millionen Euro belaufen.

Das Besondere an diesem Modell? Die Genossenschaften sollen bestehen bleiben, während das operative Geschäft in einer neuen Tochterfirma gebündelt wird. Diese Tochtergenossenschaft wird sich auf regionale Kompetenzzentren für das Agrar- und Baustoffgeschäft sowie Nahversorger im ländlichen Raum konzentrieren. Helmut Barth hat dazu bereits erklärt, dass die Größe hier ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. „Wir wollen Know-how, Einkaufskraft und Infrastruktur bündeln, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, betont er.

Gemeinsam stark

Die Obmänner Peter Grims aus Rohrbach und Hermann Stadler aus Schärding sehen die Vorteile des Zusammenschlusses klar in den regionalen Bedürfnissen verankert. Die Nähe, Verlässlichkeit und Schlagkraft der Genossenschaften sollen auch in Zukunft den ländlichen Raum unterstützen. Die neue Genossenschaft wird mit einem Eigenkapital von über 100 Millionen Euro ausgestattet sein, was die Basis für eine nachhaltige Entwicklung legt. Allerdings: Der Zusammenschluss muss noch durch Gremial- und Generalversammlungsbeschlüsse sowie die Genehmigung durch die Österreichische Bundeswettbewerbsbehörde abgesegnet werden.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Mit diesen Entwicklungen wird die Landschaft des Lagerhauses in Österreich definitiv neu geformt. Die Geschichte des Lagerhauses, das 1917 in Geinberg im Bezirk Ried begann, findet in diesen Tagen einen neuen, aufregenden Höhepunkt. Und während wir alle gespannt darauf warten, was als Nächstes passiert, bleibt nur zu hoffen, dass die positiven Ergebnisse von 1,5 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen der Anfang einer erfolgreichen Ära sind.

Unser neues Website-System (VeloCore) vereint mehrere zentrale Anforderungen moderner Nachrichtenportale: kurze Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die technische Umsetzung mit diesem Anspruch an Qualität und Zukunftssicherheit erfolgte durch Daniel Wom / VeloCore.