In der kleinen Stadt Braunau am Inn, wo die Donau leise plätschert und die Luft nach frischem Brot duftet, gibt es eine bemerkenswerte Frau mit einer außergewöhnlichen Geschichte. Atena Adineh kam 1999 im zarten Alter von 13 Jahren aus dem Iran nach Österreich. Wer hätte gedacht, dass ihr Weg hierher von solch unvorstellbaren Herausforderungen geprägt war? Sie überlebte eine schwere Erkrankung, die sie 2019 auf der Intensivstation verbrachte. Inmitten dieser dunklen Zeit wurde ihr klar, wie viele Menschen im Iran unter mangelnder medizinischer Versorgung leiden. Ein Gedanke, der nicht mehr aus ihrem Kopf verschwand.
Im Jahr 2022 entschloss sich Atena, aktiv etwas zu verändern. Sie gründete den Verein „Hami“, der sich der Unterstützung von Krebspatient:innen im Iran widmet. Man könnte sagen, das war der erste Schritt auf einem langen, steinigen Weg zur Hoffnung. „Hami“ arbeitet in enger Zusammenarbeit mit der „Society for Helping Cancer Patients“ (SHCPI), einer gemeinnützigen Organisation, die seit 30 Jahren im Norden des Irans tätig ist. Gemeinsam finanzieren sie Früherkennung und Behandlungen, und das mit bemerkenswertem Erfolg: In den letzten vier Jahren wurden etwa 80.000 Euro gesammelt und 650 Patient:innen behandelt. Das sind beeindruckende Zahlen!
Herausforderungen und Erfolge
In einer Welt, in der die Kommunikation oft an Grenzen stößt, ist es besonders beeindruckend, wie „Hami“ die Spendengelder zielgerichtet einsetzt. Der Verein arbeitet eng mit lokalen Gesundheitsinstitutionen und Experten zusammen, um die bestmögliche Hilfe für Krebspatient:innen vor Ort zu leisten. Die Bearbeitung von Anfragen erfolgt gewissenhaft, und es gibt einen direkten Austausch mit Ärzten und Krankenhäusern, um sicherzustellen, dass die Unterstützung dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Doch Atena gibt nicht nur Geld und Ressourcen – sie hat auch das Herz am rechten Fleck. „Hami“ organisiert kostenlose Deutsch- und Persischkurse in Österreich, um den Austausch zwischen den Kulturen zu fördern. Kinoabende und Kulturstammtische locken Menschen zusammen, die vielleicht sonst nie aufeinandertreffen würden. Atena träumt von mehr Begegnungsräumen für Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen. Ein schöner Gedanke!
Die Schatten der Politik
Leider bleibt der Verein von den politischen Unruhen im Iran nicht verschont. Diese erschweren das Leben für die iranische Community in Österreich und belasten die seelischen Ressourcen vieler. Es ist nicht leicht, in einem Land zu leben, in dem die eigenen Wurzeln unter Druck stehen. Aber Atena und ihr Team lassen sich nicht unterkriegen. Ihre Mission, aktive und nachhaltige Hilfe für krebskranke Menschen zu leisten, bleibt unerschütterlich. Die Partnerschaft mit der SHCPI ist dabei entscheidend und garantiert Transparenz und Verantwortlichkeit bei der Verwendung der Spendengelder.
Das Schicksal von Patienten im Iran ist oft dramatisch. Ein Beispiel ist Behzad, ein 39-jähriger Mann, der mit einer aggressiven Form von Lungenkrebs diagnostiziert wurde. Seine Behandlung im Iran war schwierig, und als ihm ein nicht erhältliches Medikament empfohlen wurde, war sein Freund in Deutschland zur Stelle. Er übernahm die Kommunikation und die Bestellung des Medikaments – ein Akt der Freundschaft, der durch Sprachbarrieren und internationale Sanktionen zusätzlich erschwert wurde. Es zeigt, wie wichtig Unterstützung und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg sind!
In einer Welt, die oft so herausfordernd ist, ist es inspirierend zu sehen, wie Atena Adineh und ihr Verein „Hami“ eine Brücke der Hoffnung bauen. Sie sind das lebende Beispiel dafür, dass mit Mut, Entschlossenheit und einem großen Herzen viel bewegt werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen weiterhin wachsen und die Menschen auf der ganzen Welt miteinander verbinden.