Inmitten der malerischen Landschaft des Salzkammerguts gibt es erfreuliche Neuigkeiten für alle, die auf flexible Mobilität angewiesen sind. Das Land Oberösterreich hat beschlossen, den bedarfsorientierten öffentlichen Verkehr in der Region auch im Jahr 2025 zu unterstützen. Die Förderung in Höhe von rund 136.000 Euro kommt den Mikro-ÖV-Systemen „Salzkammergut Shuttle“ und „Salzkammergut Shuttle NEU“ zugute, wie Verkehrslandesrat Günther Steinkellner betont. Dies sei ein wichtiger Schritt, um die Mobilitätsangebote in den Regionen weiter auszubauen und zu verbessern.
Das bestehende „Salzkammergut Shuttle“ erfreut sich bereits großer Beliebtheit und wird von 19 Gemeinden genutzt. Im Jahr 2025 konnten rund 18.700 Fahrgäste begrüßt werden, was die hohe Nachfrage nach diesem Service unterstreicht. Über 9.200 Fahrten mit einem Besetzungsgrad von mehr als zwei Personen pro Fahrt zeigen, dass das Shuttle-Angebot gut angenommen wird. Ab April 2024 wird das Angebot durch das Projekt „Salzkammergut Shuttle NEU“ erweitert, das neue Verbindungen, unter anderem nach Bad Ischl und ins Innere Salzkammergut, bereitstellt.
Förderung und Zielsetzung der Mikro-ÖV-Systeme
Die Förderung erfolgt im Rahmen der Richtlinien für bedarfsorientierte Verkehre, die darauf abzielen, attraktive und wirtschaftliche Mobilitätslösungen zu schaffen. Die Mikro-ÖV-Systeme sind insbesondere für ländliche Gebiete und Stadt-Umlandregionen von Bedeutung, wo sie eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Personennahverkehr darstellen. Interessierte Gemeinden und Gemeindeverbände können sich über einen Förderleitfaden informieren, um Anträge für diese wichtigen Verkehrsprojekte zu stellen. Ein wichtiger Aspekt dieser Förderung ist die Betriebsabgangsförderung, die dafür sorgt, dass die Ausgaben der Projekte durch die Einnahmen ausgeglichen werden können.
Die geförderten Maßnahmen sind so gestaltet, dass sie die Zugänglichkeit für alle Personengruppen – von Jugendlichen bis zu Pensionisten – gewährleisten. Ein Mindestbesetzungsgrad von 1,2 Personen pro Fahrt über ein Kalenderjahr sorgt dafür, dass diese Angebote nachhaltig betrieben werden können. Ab einem bestimmten Punkt können auch neue Mikro-ÖV-Projekte von einer höheren Förderung im ersten Jahr profitieren, was die Initiierung solcher Programme erleichtert.
Der Weg zum Mikro-ÖV: Ein Blick in die Vergangenheit
Der Hintergrund dieser Maßnahmen reicht bis ins Jahr 2011 zurück, als das Förderprogramm „Mikro-ÖV-Systeme für den Nahverkehr im ländlichen Raum“ ins Leben gerufen wurde. Seitdem wurden zahlreiche Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 5 Millionen Euro unterstützt, die insgesamt rund 433.000 Fahrgäste transportierten. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig und effektiv Mikro-ÖV-Systeme für die regionale Mobilität sind.
Heute gibt es in Österreich rund 250 Mikro-ÖV-Angebote, von denen mehr als ein Viertel durch Freiwilligenleistungen ermöglicht wird. Der Fokus auf nachhaltige Verkehrslösungen ist klar erkennbar – etwa 11 Prozent dieser Projekte werden bereits mit Elektrofahrzeugen betrieben. Das zeigt, dass auch im Bereich der Mobilität immer mehr auf Umweltfreundlichkeit gesetzt wird.
Insgesamt stellt die Unterstützung des „Salzkammergut Shuttles“ und seiner Erweiterung einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, flexiblen und nachhaltigen Mobilität in der Region dar. Wir freuen uns darauf, wie sich diese Angebote weiterentwickeln und die Lebensqualität der Menschen im Salzkammergut steigern werden.