Die k. u. k. Hofzuckerbäckerei Zauner, ein Traditionsunternehmen mit Wurzeln in Bad Ischl, wagt einen spannenden Schritt in die Zukunft: Erstmals eröffnet die bekannte Konditorei einen Pop-up-Store außerhalb ihres Heimatortes. Ab September 2026 können Schokoladenliebhaber und Süßschnäbel im neuen Quartier „Das Raiqa“ in Innsbruck, ganz in der Nähe des Bahnhofs und der Innenstadt, die handwerklichen Köstlichkeiten genießen. Der rund 40 Quadratmeter große Store wird bis Ende Jänner 2027 geöffnet sein und bringt die exquisite Handwerkskunst des Unternehmens in den Westen Österreichs.
Philipp Zauner, der das Unternehmen in der 7. Generation leitet, ist begeistert von der Möglichkeit, die Zauner-Marke über Bad Ischl hinaus zu etablieren. „Wir wollen Akzente setzen und zeigen, was wir können“, sagt er. Während Zauner im Osten Österreichs bereits durch Vertragspartner bekannt ist, bleibt der Westen bisher ein unbeschriebenes Blatt. Der Standort in Innsbruck passt perfekt zu den Plänen, da die Tiroler Raiffeisenbank dort ein modernes Nutzungskonzept mit hoher Frequenz und urbaner Struktur geschaffen hat, das auch die Eröffnung von 22 Shops umfasst.
Einzigartige Köstlichkeiten für alle
Im neuen Pop-up-Store werden nicht nur die berühmten Zaunerstollen angeboten, sondern auch saisonale Confiserie. Die Auswahl richtet sich sowohl an Einheimische als auch an Gäste der Stadt. „Wir legen großen Wert auf die Einzigartigkeit unserer Produkte und die Bedeutung von Handarbeit“, betont Zauner. Dies spiegelt sich auch in der Philosophie des Unternehmens wider, das frische Zutaten verwendet – so ist beispielsweise garantiert, dass das Schlagobers der Erdbeerroulade nicht älter als sechs Stunden ist. Ein zentrales Anliegen des Unternehmens ist es, den hohen Qualitätsstandard zu halten.
Doch die Zeiten ändern sich, und so reagiert Zauner auf aktuelle Trends im Schokoladenmarkt. Die Nachfrage nach Premium- und Bio-Schokolade bleibt bestehen, während Konsument:innen bewusster und insgesamt weniger Schokolade kaufen. Um den neuen Bedürfnissen gerecht zu werden, erweitert Zauner sein Sortiment um laktose- und glutenfreie Produkte. Zudem wurde vor einem Jahr eine zuckerfreie Torte eingeführt, und die Tests für vegane Eissorten sind in vollem Gange.
Wachstum im digitalen Zeitalter
In Zeiten wachsender Unverträglichkeiten und sich ändernden Konsumverhaltens hat Zauner auch die digitale Welt für sich entdeckt. Mit einem neuen Produktkonfigurator können Kunden jetzt online Torten und Schachteln designen, etwa für Hochzeiten. Die steigenden Absätze im Onlineshop zeigen, dass der Schritt in die digitale Welt fruchtet. Die Erweiterung der Flächen für Onlineshop, Produktion und Verpackung ist ein weiterer Schritt, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.
Die Konkurrenz, insbesondere von Schweizer Schokoladeproduzenten, sieht Zauner nicht als Ziel. Vielmehr liegt der Fokus auf traditionellen Köstlichkeiten wie Oblaten und Ischler Törtchen. „Wir haben unsere Nische gefunden und wollen uns auf unsere Stärken konzentrieren“, fügt Zauner hinzu. Der österreichische Schokoladenmarkt ist stark umkämpft, und die Vorliebe der Konsument:innen für regionale Produkte verschafft heimischen Herstellern wie Zauner Vorteile.
Die Eröffnung des Pop-up-Stores in Innsbruck ist somit nicht nur ein weiterer Schritt in der Geschichte der k. u. k. Hofzuckerbäckerei Zauner, sondern auch eine spannende Antwort auf die Herausforderungen und Chancen, die der Wandel im Konsumverhalten mit sich bringt. Durch Flexibilität und Innovationsgeist zeigt Zauner, dass Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können – ganz im Sinne der süßen Versuchungen, die das Unternehmen so berühmt gemacht haben.