Zauberhafte Melodien und heitere Verwicklungen: Premiere der „Gräfin Mariza“ in Bad Ischl
Am 18. Juli 2026 war es endlich so weit: Die Premiere der Operette „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán stand auf dem Programm, und das Kongress & TheaterHaus Bad Ischl verwandelte sich in eine Bühne voller musikalischer Höhepunkte. Ein voller Saal, der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und die Vorfreude auf eine erfrischende Darbietung – hier spürte man die Aufregung förmlich in der Luft. Pünktlich um 19:30 Uhr öffnete sich der Vorhang und entführte das Publikum in eine Welt voller Humor, ungarischem Flair und sentimentalen Melodien.
„Gräfin Mariza“ erzählt die Geschichte einer charmanten Gräfin, die vor ihren Verehrern auf ihr Landgut in Ungarn flieht. Mit einer fiktiven Verlobung des edlen Barons Zsupan beginnt das heitere Chaos, als dieser plötzlich real vor der Tür steht. Die Handlung ist nicht nur urkomisch, sondern auch tiefberührend – eine Mischung, die das Publikum zum Schmunzeln und Schwärmen bringt. Die musikalische Leitung, unter dem geschickten Dirigat von Marius Burkert, sorgt dafür, dass die fabelhafte Musik von Kálmán, die Csárdás und flotte Schlager umfasst, zum Leben erwacht.
Ein Festival der Emotionen
Diese Aufführung ist Teil des Leharfestivals Bad Ischl, das im Jahr 2026 sein 65. Jubiläum feiert. Das Festival, das als das größte Operetten-Festival Österreichs gilt, begeistert nicht nur mit Hauptaufführungen wie „Gräfin Mariza“, sondern auch mit einem bunten Rahmenprogramm aus Konzerten und Kabarett. Es ist wie ein Schmelztiegel der Musikkultur, der die künstlerische Qualität hochhält und gleichzeitig junge Talente fördert.
Die Inszenierung von Angela Schweiger und die Choreografie von Evamaria Mayer tragen ihren Teil dazu bei, dass die Darsteller ihre Rollen mit Leidenschaft und Hingabe ausfüllen. Bryony Dwyer als Gräfin Mariza und Daniel Pataky als Graf Tassilo bringen das Publikum mit ihren schauspielerischen Einlagen und Gesangsdarbietungen zum Staunen. Die anderen Hauptrollen, darunter Claudia Göbl als Lisa und Lukas Karzell als Baron Zsupan, ergänzen das Ensemble perfekt. Es ist eine Freude, den Akteuren zuzusehen, wie sie in die Welt der Operette eintauchen und das Publikum mitreißen.
Ein unvergesslicher Abend
Das Bühnenbild von Stefan Wiel und die liebevoll gestalteten Kostüme von Sven Bindseil tragen zur magischen Atmosphäre bei. Wenn die Lichter dimmen und die ersten Töne erklingen, ist man sofort gefangen in der Geschichte. Man kann fast die Klänge der Csárdás spüren, die einem das Herz höher schlagen lassen. Und wenn die Darsteller ihre Stimme erheben, ist es, als ob die Zeit stillsteht – ein unvergesslicher Abend, der das Publikum in seinen Bann zieht.
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