Heute ist der 4.06.2026 und in Bad Ischl, wo die Luft nach frischem Grün und vielleicht auch ein bisschen nach Almhütten riecht, hat der 51. Bundesimmobilientag seine Pforten geöffnet. Über 300 Teilnehmer:innen aus der Immobilienwirtschaft, Politik und Interessenvertretung haben sich zusammengefunden, um über die Herausforderungen und Chancen der Branche zu diskutieren. Das Leitthema „The Next Normal – Die neue Realität der Immobilienwirtschaft“ könnte aktueller nicht sein. Die Diskussionen drehten sich um alles, was die Branche bewegt: von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bis hin zu den Sorgen der Makler:innen und Bauträger.

Besonders ins Auge fiel die hochkarätige Podiumsdiskussion, bei der Persönlichkeiten wie Hans Jörg Ulreich, Ellen Moll, Roman Oberndorfer und Mario Zoidl ihre Sichtweisen teilten. Ein zentrales Thema war die zunehmende Regulierung. Manfred Haimbuchner sprach hier ein ernstes Wort mit auf den Weg: Er warnte davor, gewerblichen und gemeinnützigen Wohnbau gegeneinander auszuspielen. Die anwesenden Expert:innen waren sich einig: Die Politik ist oft der größte Kostentreiber für unleistbares Wohnen. Mario Zoidl brachte die angespannte Lage der Immobilienvermittler:innen zur Sprache und machte deutlich, dass weitere Beschränkungen in der Honorarsituation kaum tragbar wären.

Bürokratie abbauen, Chancen schaffen

Der Tenor des Bundesimmobilientages war klar: Die Branche fordert weniger Bürokratie, bessere Finanzierungsbedingungen und mehr Planungssicherheit. Interessanterweise scheint die Bundesregierung auf einem ähnlichen Kurs zu sein. Bundeskanzler Merz hat jüngst in einer Kabinettssitzung den Abbau bürokratischer Vorschriften als einen Schwerpunkt benannt. Die Entlastungswirkung durch Bürokratierückbau wird auf über drei Milliarden Euro geschätzt. Wenn man sich die einzelnen Maßnahmen anschaut, wird schnell klar, dass hier einiges auf den Weg gebracht wurde. Ein Beispiel? Der „Bau-Turbo“, der Zeit und Kosten beim Wohnungsbau spart.

Das „Vergabebeschleunigungsgesetz“ verspricht, öffentliche Aufträge schneller zu bearbeiten. Und auch die Digitalisierung der Fahrzeugpapiere – die Möglichkeit, Führerscheine per Smartphone nachzuweisen – ist ein Schritt in die richtige Richtung. Noch spannender wird es mit der vollständigen Digitalisierung von Kaufverträgen für Immobilien. Das klingt doch vielversprechend!

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein weiterer Aspekt, der beim Bundesimmobilientag angesprochen wurde, ist das klimaresiliente Bauen. In Zeiten, in denen der Klimawandel immer drängender wird, sind gesellschaftliche Trends und auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Immobilienwirtschaft mehr als nur ein Trend. Die Experten diskutierten, wie diese Technologien die Branche verändern können. Der Ruf nach einem besseren Marktverständnis und einem klaren politischen Bekenntnis zu Eigentum wird lauter.

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Der Austausch kam beim Pre-Opening Event und dem traditionellen Netzwerkabend – dem Kaiserabend – nicht zu kurz. Hier wurde nicht nur das Fachwissen, sondern auch die menschliche Seite der Branche gepflegt. Ein gutes Glas Wein, ein Blick in die Zukunft und das Gefühl, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, waren die Zutaten für einen gelungenen Abend. Und während alle gespannt auf den 52. WKO Bundesimmobilientag warten, der für Juni 2027 in Salzburg geplant ist, bleibt die Hoffnung, dass die geforderten Veränderungen bald Realität werden.