In Bad Ischl trifft man nicht nur auf die Spuren der kaiserlichen Geschichte, sondern auch auf lebende Legenden. Peter Weck, ein wahrhaftiger Star des österreichischen Films, hat hier seinen Platz gefunden. Mit 95 Jahren steht er als letzte lebende Verbindung zu den Kultfilmen „Sissi“ und der beliebten Serie „Ich heirate eine Familie“ da. Es ist schon bemerkenswert, wie jemand, der in so vielen Herzen einen Platz hat, selbst im Alter von 96 Jahren noch so lebhaft über seine Leidenschaft für die Jagd spricht.

Weck ist nicht nur ein Gesicht der Filmgeschichte, sondern auch ein leidenschaftlicher Jäger. Er hat eine tiefe Verbindung zur Natur und zur Stille der Berge, die ihm mehr bedeutet als der Ruhm auf der Bühne oder das Erlegen von Trophäen. Seine Jagdhütte in Kärnten, hoch oben über der Baumgrenze, ist für ihn ein Rückzugsort, in dem er die Farben der Natur und das Gefühl der Freiheit genießen kann. „Die Einsamkeit im Jagdrevier ist mir wichtiger als alles andere“, sagt er und lässt dabei erahnen, wie sehr die Jagd für ihn mehr ist als ein Hobby – es ist eine Lebensart.

Ein Leben voller Geschichten

Vor nicht allzu langer Zeit, genauer gesagt vor zwei Jahren, war Weck noch aktiv im Revier unterwegs und hat sogar einen Hirsch geschossen, unterstützt von einem befreundeten Unternehmer aus Tirol. Diese Erinnerungen scheinen ihm Kraft zu geben, trotz der Herausforderungen, die ein Schlaganfall im Jahr 2022 mit sich brachte. Auf einen Rollstuhl angewiesen, hat sich Weck nicht unterkriegen lassen. Stattdessen findet er in der Natur Trost und Inspiration.

Mit seiner Freundin Joanna Rzepa an seiner Seite hat er nicht nur Halt gefunden, sondern auch einen neuen Lebensmut. Nach dem Verlust seiner Frau Ingrid 2012 kämpfte er mit Gedanken der Einsamkeit und Verzweiflung. Joanna, 53 Jahre jung und voller Leben, hat ihm geholfen, wieder Freude am Leben zu finden. Gemeinsam verbringen sie Zeit bei festlichen Anlässen, wie kürzlich bei einer Jubiläumsfeier im renommierten Hotel „Grand Elisabeth“ in Bad Ischl, wo er als Ehrengast gefeiert wurde.

Ein Blick zurück auf die Karriere

Peter Weck hat ein bewegtes Leben hinter sich. Sein Filmdebüt gab er bereits 1954 in der Heimatkomödie „Und der Himmel lacht dazu“. In den folgenden Jahrzehnten hat er in einer Vielzahl von Filmen und Serien mitgewirkt, oft an der Seite großer Namen wie Romy Schneider oder Theo Lingen. Seine charmante und heitere Art hat ihm nicht nur Rollen, sondern auch die Herzen der Zuschauer eingebracht. Man kann ihn leicht als den „Lieblings-Papi des Fernsehvolks“ bezeichnen, ein Titel, den der Spiegel ihm 1986 verlieh.

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Seine Leidenschaft für die Jagd und die Natur hat er in seinem Leben immer wieder betont. Im Gespräch mit einem Reporter der BILD sprach er über seine Erlebnisse, die nicht nur mit dem Film zu tun haben. Anekdoten über Peter Alexander und andere Größen der Unterhaltungsbranche zeigen, dass Weck nicht nur ein talentierter Schauspieler, sondern auch ein wunderbarer Geschichtenerzähler ist.

Ob er im September wieder an einer Jagd teilnehmen kann, ist ungewiss. Aber wie er selbst sagt, „man muss den Tag nehmen, wie er kommt“. Und genau das tut er – mit der Gelassenheit eines Mannes, der das Leben in all seinen Facetten zu schätzen weiß. In wenigen Monaten, im August, wird er 96 Jahre alt. Ein weiteres Jahr, ein weiteres Kapitel in der Geschichte eines Mannes, der auch im hohen Alter nicht an Strahlkraft verliert.