Heute ist der 5.03.2026, und die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klassen der HLW Bad Ischl haben am 4. März eine spannende Exkursion zum Papiermachermuseum Steyrermühl unternommen. Diese Exkursion stand ganz im Zeichen des Nachhaltigkeitsmanagements und bot den jungen Lernenden die Möglichkeit, sich kritisch mit der Papierindustrie in Oberösterreich auseinanderzusetzen. Im Fokus standen dabei historische Einblicke in die Papierproduktion sowie die Vorführung des traditionellen Handschöpfens, die den Teilnehmern die Bedeutung von Wasserzeichen für Dokumente näherbrachte.

Die Schüler erhielten nicht nur einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Relevanz der Papierindustrie in Oberösterreich, die sowohl eine regionale Wertschöpfungskette als auch einen globalen Exportmarkt umfasst, sondern auch einen tiefen Einblick in die Ökobilanz der Papierherstellung. Der fachliche Höhepunkt der Exkursion war eine Diskussionsrunde mit dem Experten Hans Huemer, bei der Themen wie nachhaltige Forstwirtschaft und Ressource Holz, Herausforderungen beim Wasser- und Energieverbrauch sowie effiziente Kreislaufwirtschaft behandelt wurden.

Nachhaltigkeitsmanagement in der Papierindustrie

Die Erkenntnisse, die die Schülerinnen und Schüler aus dieser Exkursion mit nach Bad Ischl brachten, verdeutlichten, dass Nachhaltigkeitsmanagement technisches Know-how, Transparenz und kontinuierliche Verbesserung erfordert. Dies ist besonders relevant, wenn man die Ergebnisse der Studie „Nachhaltiger Papierkreislauf – eine Faktenbasis“ des bifa Umweltinstituts betrachtet, die am 18. Januar 2021 veröffentlicht wurde. Die Studie befasst sich mit der Ökobilanzierung, dem Energieverbrauch, der Holzherkunft und dem Recycling in der Papierindustrie und stellt fest, dass die Papierindustrie Holz als nachwachsenden Rohstoff nutzt, ohne bilanziell Treibhausgas-Emissionen zu verursachen.

Ein zentraler Punkt der Studie ist, dass die nachhaltige Nutzung von Holz das Ökosystem Wald nicht beeinträchtigt. Unternehmen in der Papierbranche unterstützen nachhaltige Waldwirtschaft durch Zertifizierungen wie FSC und PEFC, was gute Ausgangsbedingungen für eine nachhaltige Papierwirtschaft schafft. Dennoch gibt es Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Recyclinggrenzen, da Verluste von Recyclingfasern durch Primärfasern ersetzt werden müssen. Die deutsche Papierindustrie ist bekannt für ihren hohen Energieverbrauch, hat es jedoch geschafft, den Endenergieverbrauch pro Tonne Papier seit 1980 um 43 % zu senken. Die Hürde für eine weitere Senkung liegt vor allem in der Papiertrocknung.

Die Bedeutung von Papier in der modernen Wirtschaft

Die Bedeutung von Papier, Karton und Pappe erstreckt sich weit über die Grenzen der Papierindustrie hinaus und spielt eine zentrale Rolle in der Logistik der Exportnation Deutschland. Trotz einer hohen Papiernutzung im internationalen Vergleich liegt Deutschland jedoch im Mittelfeld, wenn man dies im Kontext des Bruttoinlandsprodukts betrachtet. Dies ist ein weiterer Aspekt, der die Wichtigkeit der Thematik unterstreicht und die Schülerinnen und Schüler dazu anregt, über die Zukunft der Papierindustrie nachzudenken.

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Abschließend möchten wir dem Team der „Papierwelten“ Steyrermühl für den lehrreichen Einblick in die Branche danken. Solche Exkursionen sind nicht nur eine wertvolle Ergänzung zum Unterricht, sondern tragen auch dazu bei, dass junge Menschen ein Bewusstsein für nachhaltige Praktiken entwickeln und sich aktiv mit den Herausforderungen der heutigen Zeit auseinandersetzen. Die Verbindung von Theorie und Praxis, wie sie bei dieser Exkursion erlebt wurde, ist unerlässlich für eine fundierte Bildung im Bereich der Nachhaltigkeit.