In Wiener Neustadt wird am 8. Mai ein ganz besonderes Event aus der Taufe gehoben: der „Kleidertanz“, ein Fair Fashion Market, der nicht nur für modische Höhepunkte sorgt, sondern auch ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit setzt. Von 10 bis 15.30 Uhr lädt die Jugendlocation MÄX alle Schülerinnen und Schüler ein, sich mit dem Thema faire Mode auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Gelegenheit zu nutzen, hochwertige, vorsortierte Kleidung kostenlos mitzunehmen. Organisiert wird dieses Event in Zusammenarbeit mit der HLM & BAfEP sowie dem Weltladen.

Das Ziel des „Kleidertanzes“ ist es, Jugendliche für die Unterschiede zwischen Fast Fashion und Fair Fashion zu sensibilisieren. Neben dem Kleidungsangebot, bei dem jede Person maximal drei Kleidungsstücke auswählen kann, erwartet die Besucher ein spannender Vortrag von Lisa Fenz-Stadtherr. Dieser beleuchtet die Themen „Fast Fashion vs. Fair Fashion“ und dauert etwa 30 Minuten. Wichtig zu wissen: Eigene Kleidung sollte nicht mitgebracht werden, da der Fokus auf der Verteilung der gesammelten Stücke liegt, die von Schülerinnen und Schülern der HLM & BAfEP in einwandfreiem Zustand bereitgestellt wurden.

Fair Fashion im Fokus

Die Textilindustrie ist bekannt dafür, enorme Mengen an CO2 auszustoßen – jährlich zwischen 200 und 1715 Millionen Tonnen. Das entspricht mehr als den Emissionen des gesamten internationalen Flug- und Schiffsverkehrs zusammen. Fair Fashion hingegen vereint ökologische, soziale und wirtschaftliche Fairness. Sie setzt auf nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle und Hanf, die beispielsweise bis zu 91 % weniger Wasser benötigen als ihre konventionellen Pendants. Zudem sichert sie existenzsichernde Gehälter und schützt die Menschenrechte in Produktionsländern.

In Deutschland suchen bereits 35 % der Verbraucher gezielt nach nachhaltiger Kleidung, was den Markt für faire Mode auf etwa 2,9 Milliarden Euro ansteigen lässt. Doch der Begriff „faire Mode“ ist rechtlich ungeschützt, was oft zu Greenwashing führt. Daher ist es wichtig, auf Zertifikate wie GOTS, Fair Wear Foundation oder OEKO-TEX Standard 100 zu achten, um echte Qualität zu garantieren.

Nachhaltigkeit fördern und bewahren

Das Thema Nachhaltigkeit geht weit über den Kleidertanz hinaus. Secondhand-Läden und Flohmärkte sind hervorragende Alternativen zur Neuanschaffung und tragen dazu bei, die Umwelt zu schonen. Neben dem Kleidertausch im Freundeskreis oder über lokale Initiativen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Garderobe nachhaltig zu gestalten. Das Mieten von Kleidung für besondere Anlässe wird ebenfalls immer beliebter und bietet eine umweltfreundliche Lösung.

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Die Wertschätzung von Kleidung ist ein zentraler Aspekt der Slow Fashion. Statt Massenware zu konsumieren, sollten wir uns auf gut verarbeitete Stücke konzentrieren, die lange halten. Durch Upcycling und das Reparieren von Kleidung können wir aktiv zur Reduzierung von Abfall beitragen und die Lebensdauer unserer Textilien verlängern. Wer regelmäßig seinen Kleiderbestand überprüft, schafft nicht nur Platz, sondern kann auch gut erhaltene Stücke an gemeinnützige Organisationen weitergeben.

Der „Kleidertanz“ ist somit nicht nur eine Gelegenheit, sich modisch neu einzukleiden, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung, um das Bewusstsein für faire und nachhaltige Mode zu schärfen. Also, nicht vergessen: Anmeldung bis 7. Mai unter office@maex-wn.at und mitmachen! Gemeinsam können wir einen positiven Einfluss auf die globale Modeindustrie ausüben.